25. Oktober 2017
VdK-Zeitung Archiv

Familie, Freunde und Gesundheit

Für VdK-Mitglieder sind zwischenmenschliche Beziehungen am wichtigsten, um glücklich zu sein

Glück ist die schönste Sache der Welt. Schon immer wollten die Menschen wissen, wie sie dieses Gefühl bewahren und verstärken können. Macht, Reichtum, Ruhm und Schönheit sind für viele erstrebenswert, aber sie bereiten keine echte Freude. Es sind ganz andere Dinge, die die Sorgen vertreiben und uns ein Hochgefühl bescheren.

Symbolfoto: Ein Seniorenpaar mit dem Fahrrad

Was ist das Rezept für ein glückliches Leben? Diese Frage beschäftigt US-Forscher der Harvard Universität bereits seit fast 80 Jahren. In der „Grant Study“ begleiten sie 268 Harvard-Absolventen der Jahrgänge 1939 bis 1945. Parallel dazu läuft die „Glueck Study“. Sie erfasst die Daten von 456 Männern, die als Kinder in ärmeren Vierteln von Boston aufgewachsen waren. Wichtigste Erkenntnis der Studie: Es sind die sozialen Beziehungen, die die Menschen glücklich machen.

Dabei kommt es nicht auf die Anzahl der Freunde an, sondern auf die Qualität der Beziehungen. Selbst wenn man seine engen Freunde nur ein paar Mal im Jahr sieht, macht das glücklicher, als wenn man oberflächliche Bekanntschaften pflegt. Insbesondere die Partnerschaft ist der Schlüssel zum Glück. In all diesen Beziehungen kann es durchaus mal zu Konflikten kommen. Wichtig ist das Gefühl, dass man sich trotz aller Verschiedenheit immer auf den anderen verlassen kann.

Gute Beziehungen machen nicht nur glücklicher, sondern auch gesünder. Die Befragten der Studie, die ein erfülltes Familienleben hatten und harmonische Freundschaften pflegten, lebten länger und klagten seltener über gesundheitliche Beschwerden. Menschen, die sich einsam fühlten, wurden im Alter öfter krank, und auch die Gehirnleistung ließ eher nach.

Gesundheit ist ein wichtiger Faktor, der entscheidend zum Glücklichsein beiträgt. In einer deutschlandweiten Umfrage von 2016 liegt sie gleichauf mit sozialen Beziehungen. Für 91 Prozent der Befragten ist das körperliche Wohlbefinden neben einer intakten Familie und Partnerschaft am wichtigsten. Als weitere Glücksfaktoren wurden Frieden, Harmonie, ein guter Arbeitsplatz und keine Geldsorgen genannt.

Liebe und Loyalität

Für die VdK-Mitglieder stehen Familie, Freunde und Gesundheit an erster Stelle. So auch für Heike Grün-Kanz aus dem hessischen Alsbach-Hähnlein. Sie hat nach einer Unterschenkel-Amputation mithilfe des Sozialverbands VdK Erwerbsminderungsrente beantragt. Nun ist Grün-Kanz in Rente und kommt, wie sie schreibt, langsam zur Ruhe. „Glück bedeutet für mich, mit einer liebenden Hand einzuschlafen und die Liebe, Loyalität und die Kraft des Partners zu spüren, ohne die ich die letzten Monate, die schwersten meines Lebens, schon längst aufgegeben hätte“, schreibt sie.

Es ist noch nicht lange her, dass Monika Schurig aus Dresden in Sachsen ihr Lebensglück gefunden hat. Im Sommer hat sie geheiratet. „Durch meine Schmerzen bin ich ganz schön eingeschränkt, aber mein Mann steht mir immer bei“, berichtet sie. „Glück bedeutet für mich auch, wenn wir mit unserem kleinen Sonnenschein (22 Monate) zusammen sein dürfen, und Glück ist auch, wenn ich anderen Menschen noch helfen kann.“

Nach einem Schicksalsschlag wissen viele Menschen den Zusammenhalt in der Familie noch mehr zu schätzen. So auch Tanja K. und ihr Mann aus Friedrichsthal im Saarland. Für sie bedeutet Glück, „trotz chronischer Erkrankung meines Mannes und der damit verbundenen Einschränkungen, dem Verzicht der Kinder auf spontane Aktivitäten mit ihrem Papa einfach mittags zusammen in der Sonne zu sitzen, die Wärme zu genießen und unseren Garten zu bestaunen – Zeit, die wir ohne die Erkrankung nicht miteinander hätten“.

Jeden Tag genießen

Stephan Franke aus dem niedersächsischen Wilhelmshaven ist an Multipler Sklerose erkrankt. Mithilfe des VdK hat er Erwerbsminderungsrente beantragt. Er ist zwar oft müde und nicht mehr so belastbar, dennoch genießt er es, wenn er körperlich aktiv sein kann. „Ich fahre jeden Tag mindestens eine halbe Stunde mit dem Fahrrad“, schreibt er. „Wir sollten die Zeit nutzen, die uns geschenkt wurde. Ich habe eine wunderbare Frau und einen wunderbaren Sohn. Es ist herrlich, mit ihnen zusammen sein zu dürfen.“ Man dürfe der Krankheit nicht zu viel Raum im Leben geben, auch wenn dies manchmal schwer falle.

Christa Wilsch aus Neuburg in Bayern freut sich, wenn alle in der Familie und im Umfeld gesund sind. Und für Doris Häfner aus Hanau in Hessen bedeutet Glück nach dem Tod ihres Ehemanns, „trotz allem Verlust nicht ganz alleine zu sein“.

Manchmal fehlt etwas

Manchmal ist Glück aber auch etwas, das man im Moment nicht erreichen kann. Wie bei Petra May aus Kitzingen. Sie ist mit 58 Jahren arbeitslos geworden und sucht nun eine neue Vollzeitstelle. „Nach einem Leben voll Arbeit bin ich noch nicht so weit, nächstes Jahr Hartz IV zu beantragen“, schreibt sie. Auch für Susanne Magnus aus Mittelkirchen in Niedersachsen liegt das Glück in der Zukunft. Sie wurde mehrfach operiert und kann sich derzeit nur über eine Magensonde ernähren. „Mein Glück wäre, wenn ich wieder normal essen und somit am Leben der anderen teilhaben könnte“, so Magnus.

Für Brigitte Brzeski aus Voerde in Nordrhein-Westfalen hat das Glück viele Seiten. Sie schätzt sowohl die kleinen als auch die großen Dinge. Vor allem freut sie sich, „dass wir tolle Freunde haben, die auch in der jetzigen schwierigen Situation für uns da sind“. Brzeski pflegt ihren kranken Mann und erhält dabei viel Unterstützung aus ihrem Umfeld. „Bei allem Unschönen gibt mir das Leben auch etwas Positives zurück.“

Auch ein ehrenamtliches Engagement kann große Freude bereiten. Davon berichtet Günter Blöchinger, Vorsitzender des bayerischen VdK-Ortsverbands Himmelstadt: „Glücklich fühle ich mich, wenn die Teilnehmer nach einer Veranstaltung sagen: ,Heute war ein schöner Tag.‘ Oder wenn mich der Sohn eines 81-jährigen Mitglieds auf der Straße anspricht und sagt, ,Unser Vater war ganz begeistert von eurem Ausflug‘.“

Annette Liebmann

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