28. August 2017
VdK-Zeitung Archiv

Die Bergwelt, wie sie ihr gefällt

Autorin Katrin Ulbrich sorgt zweimal im Monat für ein Happy End im Zillertal

„Ein Fremder war es, der sie betörte“: An ihren ersten Bergdoktor-Titel vor 16 Jahren erinnert sich Katrin Ulbrich genau. Seitdem hat sie unzählige dramatische Szenarien um Hausarzt Dr.  Martin Burger gesponnen. Der Heftroman-Held aus dem Zillertal zieht nicht nur viele treue Leserinnen und Leser, sondern längst auch das deutsche Fernsehpublikum in seinen Bann.

Einmal im Jahr fährt Autorin Katrin Ulbrich zum Wandern ins Zillertal und sammelt Ideen für ihre Bergdoktor-Heftromane. | © privat


Geschichten hat sie sich schon zu Schulzeiten ausgedacht. Gruselige, historische, romantische – festgelegt hat sie sich nie. Während ihres Lehramtsstudiums fasste sich Katrin Ulbrich endlich ein Herz und schickte einen ihrer Gruselromane an den Bastei-Verlag. Ihre Geschichte passte zwar nicht in dessen Repertoire, aber ihre Art zu schreiben gefiel den Lektoren. Ob sie sich vorstellen könne, für die Bergdoktor-Heft­romane zu schreiben? Sie konnte.

Unter dem Pseudonym „Andreas Kufsteiner“ verfasst sie seitdem etwa zweimal im Monat eine 65 Seiten lange dramatische und emotionale Geschichte um die Hauptfigur Dr. Martin Burger. Weil der Heftroman jede Woche erscheint, wechseln sich mehrere Autoren ab. Katrin Ulbrich stört es überhaupt nicht, dass nicht ihr eigener Name auf dem Titel steht. „Ich will vor allem eines: Die Leute unterhalten und sie in eine andere Welt entführen.“

Notizen im Urlaub


Weil die 43-Jährige Abwechslung liebt, schreibt sie für ganz unterschiedliche Titel des Verlags. Einige wurden irgendwann durch andere ersetzt, je nachdem, was bei den Lesern ankommt. Was bleibt, ist der Bergdoktor. Davon können weder Heftroman-Fans noch Fernsehzuschauer genug bekommen. Auch die Autorin aus dem Erzgebirge nicht. „Ich freu mich jedes Mal, wenn ich alle zehn Tage neue Abenteuer mit meinen Helden erlebe“, erklärt sie und lacht. „Das ist wie nach Hause kommen.“ Ihre Ideen sammelt sie im Alltag. Eigene Erlebnisse oder die ihres Mannes, einem Gerichtsreporter, Erzählungen von Familie und Freunden oder Artikel aus der lokalen Tageszeitung: Ihr Notizbuch hat sie immer griffbereit.

Wenn die Autorin einmal im Jahr Urlaub im Zillertal, der Heimat des Bergdoktors, macht, notiert sie sich alles, was ihr unterkommt: Namen, Orte, Kletterunfälle, Gleitschirmabstürze oder den Angriff einer Kuh auf einen Touristen. „Von dem prall gefüllten Notizbuch kann ich dann das ganze Jahr über zehren“, erzählt sie. Außer ihrer handschriftlichen Sammlung hat sie immer einen Stapel medizinischer Fachbücher parat – schließlich sollen die Notfälle, die Dr. Martin Burger behandeln muss, authentisch sein. „Wenn ich kann, packe ich wichtige Informationen in meine Geschichten. Beim Thema Zecken zum Beispiel habe ich die Leser ganz nebenbei über Impfung und Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt.“
Ein Rahmenexposé legt zwar die Hauptfiguren und Orte fest, welches Thema die Autorin wählt, bleibt aber ihr überlassen. Jetzt, im Hochsommer, schreibt Katrin Ulbrich bereits an den Winter-Ausgaben. Ein kleiner Vorgeschmack: Im Zillertal wird eine Lawine abgehen. Aber kein Grund zur Sorge, denn auch in diesem Heft ist das Happy End sicher.

Caroline Meyer

Schlagworte Bergdoktor | Heftroman | Zillertal

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