29. Juni 2017
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Im Inntal fühlen sich Jung und Alt dahoam

Miteinander der Generationen: Im oberbayerischen Brannenburg entsteht ein Dorf für alle Fälle

Mit dem Wohnprojekt „Dahoam im Inntal“ verwirklichen Geschäftsführer Rupert Voß und Investor Wolfgang Endler in Brannenburg ihren Traum von einem modernen dörflichen Zusammenleben der Generationen. Das Dorf im Dorf bietet nicht nur Wohnraum und Austausch, sondern auch eine durchdachte Infrastruktur für Jung und Alt.

Ein deutschlandweit einzigartiges Projekt. Die Planung des Dorfplatzes zeigt, wie kompromisslos er ist – im positiven Sinn. Rupert Voß entscheidet sich nicht einfach für Pflastersteine, die schön aussehen. Denn der Dorfplatz, der Mittelpunkt seines Herzensprojekts, soll für alle Treffpunkt sein: für ältere Menschen mit Rollator, für junge Familien mit Kinderwagen, für Rollstuhlfahrer. „Ich hab mir eine 20-Kilogramm-Weste umgeschnallt und habe den Belag mit dem Rollator getestet“, erzählt der Geschäftsführer der Firma InnZeit. Auf den Pflastersteinen tut er sich schwer. Also plant er einen glatten Belag rund um den Platz, befahrbar für alle, gesäumt von Ruhebänken.

Erst wenn es perfekt ist, ist der gelernte Schreiner zufrieden. Ob Bodenbelag oder Badewanne: Er fühlt sich in die sehr unterschiedlichen Lebenssituationen der künftigen Bewohner ein, testet alles selbst und sucht die beste Lösung für alle. Einfühlen, das liegt dem drahtigen Mann mit dem Schmunzeln auf den Lippen. Er hat mit seiner Frau die Eltern gepflegt und fünf Kinder großgezogen – obwohl ihm das Wort „großziehen“ überhaupt nicht gefällt. „Begleiten“, nennt er es. „Sie sollen schließlich ihren eigenen Weg finden.“ Dieser hat vier der Kinder und zwei ihrer Partner zum selben Arbeitgeber geführt: dem Start-up-Unternehmen ihres Vater. „Völlig freiwillig“, sagt er und lacht. Sie gehören zu den 50 Mitarbeitern, die die Projektfirma beschäftigt.

Angebote für Klein und Groß

300 Wohnungen sowie 56 Einfamilien- und Reihenhäuser insgesamt stehen in zwei bis drei Jahren auf dem 16 Hektar großen ehemaligen Kasernen-Areal. Knapp 300 Menschen sind bereits eingezogen und laut Rupert Voß rundum glücklich. Wer aus dem Fenster schaut und auf die Chiemgauer Alpen blickt, ist das vermutlich ohnehin. Doch es gibt weitere Gründe, sich in der Inntaler Idylle wohlzufühlen.

Klar, die qualitativ hochwertigen, barrierefreien Wohnungen in allen Größen, Gemeinschafts-Gemüsegärten, Spielplätze. Außerdem das Montessori-Kinderhaus, das vom Bundesprogramm „Kita Plus“ gefördert wird. Öffnungszeiten: 6.30 bis 22 Uhr plus Samstagsgruppe. Eine Betreuung für Sonn- und Feiertage ist zurzeit in Planung. Denn: „Wir wollen auch für die alleinerziehende Krankenschwester im Schichtdienst eine gute Betreuung bieten“, erläutert Rupert Voß.

Versteht sich von selbst, dass er auch an ältere Menschen und Menschen mit Behinderung denkt. Die Kooperation mit dem Christlichen Sozialwerk machen ambulante und stationäre Pflege sowie Betreuung vor Ort möglich. „Interessant ist auch die Demenzpflege durch den regionalen Betreiber Anthojo“, sagt der 51-Jährige. Über all dem steht das Miteinander der Generationen. Die InnZeit GmbH hat eine Online- und eine analoge Plattform für die Bewohner eingerichtet, über die sie sich austauschen können: „Suche Unterstützung bei der Gartenarbeit“ oder „Biete Klavierunterricht gegen Hilfe beim Einkauf“ zum Beispiel.

Ob der Dienst etwas kostet, ehrenamtlich oder zum Tausch angeboten wird, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist Rupert Voß vor allem eines: dass sich potenzielle Bewohner nicht nur für eine schöne Wohnung, sondern auch bewusst für das Miteinander entscheiden.

Info

Infos gibt es telefonisch unter (08034) 90980920 oder unter www.dahoam-im-inntal.de

Caroline Meyer

Schlagworte Wohnprojekt | Mehrgenerationen-Wohnprojekt | Generationen

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