29. Juni 2017
VdK-Zeitung Archiv

„Die 66“: Neuer Standort kommt gut an

Podiumsdiskussion mit VdK-Landesvorsitzender Ulrike Mascher – Reger Betrieb am Stand des VdK Bayern

Zum ersten Mal in ihrer 13-jährigen Geschichte wurde Deutschlands größte und erfolgreichste 50plus-Messe „Die 66“ auf dem Gelände der Messe München in Riem veranstaltet. Rund 500 Aussteller präsentierten dort ihre Angebote, Produkte und Neuerungen. Auch der VdK Bayern war mit einem Stand vertreten und beteiligte sich zudem mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion am Messe-Programm.

Beim Sozialverband VdK Bayern kam die Premiere in Riem gut an: „Als Partner der Messe waren wir auf das neue Messegelände sehr gespannt und sind mit dem Ergebnis nun mehr als glücklich“, sagte Marian Indlekofer, Kreisgeschäftsführer des VdK München. Auch die Besucher des VdK-Stands, darunter viele Mitglieder, waren zufrieden mit dem neuen Messe-Standort. „Man kann jetzt prima mit dem Bus vorfahren, was gerade für unsere gehbehinderten Teilnehmer wichtig ist“, erzählte beispielsweise Regina Scheer, Schriftführerin des VdK-Ortsverbands Bad Reichenhall. „Auch die Aufteilung der Messestände fand ich sehr gelungen.“

Am VdK-Stand herrschte an allen drei Tagen reger Betrieb. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VdK-Bezirks Oberbayern, des VdK-Kreisverbands München und des VdK-Landesverbands standen den zahlreichen Besuchern gerne Rede und Antwort. Die meisten Anfragen wurden zu den Bereichen Rente und Pflege gestellt. „Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass ein großes Interesse an den sozialpolitischen Forderungen des VdK besteht, die der Sozialverband im Rahmen seiner Aktion zur Bundestagswahl 2017 unter dem Motto ‚Soziale Spaltung stoppen!‘ aufgestellt hat“, sagte Indlekofer.

Illustre Runde

Mehr als 500 Vorträge, Workshops, Mitmachaktionen und Events standen in diesem Jahr auf dem Programm der Messe, darunter auch die Podiumsdiskussion des VdK Bayern auf der Hauptbühne der Halle A5 mit der VdK-Landesvorsitzenden Ulrike Mascher, Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude und Staatssekretär Johannes Hintersberger. Titel der von Dominik Schott moderierten illustren Runde: „Ein Platz an der Sonne oder ein Platz an der Tafel – bedroht die soziale Spaltung unsere Gesellschaft?“ Dabei wurde vor allem über die drohende Altersarmut diskutiert.

Laut Ulrike Mascher sind die Gründe für die finanzielle Not in diesem Lebensabschnitt vielfältig: „Eine wichtige Ursache, vornehmlich für Frauen: Viele haben aufgrund von Kindererziehung oder Pflege keine durchgehende Erwerbsbiografie.“ Weitere Punkte seien Langzeitarbeitslosigkeit, kein Wohneigentum oder wenn man vorzeitig aufhören müsse zu arbeiten. Derzeit wird die Mütterrente auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angerechnet. „Wir fordern hier einen Freibetrag von 100 oder besser 200 Euro, damit die ärmeren Frauen auch etwas davon im Portemonnaie spüren.“

Hintersberger betonte, die Staatsregierung habe die Mütterrente gegen großen Widerstand durchgebracht. „Ich bin dem VdK dankbar. Er treibt voran, dass künftig keine Gegenrechnung mehr erfolgt. Da ziehen wir miteinander an einem Strang.“ Darüber hinaus gebe es mittlerweile eine Vielzahl von Maßnahmen und Entwicklungen, die einer Armutsgefährdung entgegenwirkten: „Zwei Punkte sind wichtig: zum einen eine gute Arbeitsmarktsituation und zum anderen die Verbesserung der Möglichkeiten, Vermögen oder Wohneigentum zu bilden.“

Ude sagte, er habe kürzlich eine unglaubliche Statistik gelesen, in der es darum gehe, wie viel Prozent der Bürger es schaffen, eine Wohnung zu erwerben, wenn sie frühzeitig anfangen zu sparen. „Ergebnis: Man schafft es mit links in Hof, mit großer Anstrengung in Fürth, aber in München ist Wohneigentum nur für weniger als zehn Prozent realisierbar“, betonte Münchens Alt-OB. Also seien für die unteren Einkommensgruppen erschwingliche Mieten auch in Zukunft entscheidend. Die nächste Messe „Die 66“ findet vom 20. bis 22. April 2018 erneut auf dem Gelände der Messe München statt.

Mirko Besch

Schlagworte Die 66 | Messe | 50plus-Messe | Seniorenmesse

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