22. November 2016
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Größter Adventskalender: Hinter einem Türchen arbeitet der Bürgermeister

Mit den größten Adventskalendern haben es zwei Städte im Schwarzwald und in Oberfranken ins Guinness Buch der Rekorde geschafft

Vor 20 Jahren hat sich das Schwarzwald-Städtchen Gengenbach einen besonderen Rekord geholt: den des größten Adventskalenders der Welt. Damals nahm Gengenbach den Titel einer anderen deutschen Gemeinde weg: Forchheim in Oberfranken. Beide Städte locken jährlich Zehntausende Besucher an.

Wechselnde Bildmotive: Gengenbach im Schwarzwald setzt auf bekannte Künstler. | © Gengenbach Kultur- und Tourismus GmbH

Ab Ende November können die Mitarbeiter im Gengenbacher Rathaus nicht durchlüften. Ihre Fenster sind zum Teil auch verdunkelt: Denn sie arbeiten bis zu den Weihnachtsferien in einem Adventskalender. 1997 kam das Gengenbacher Rathaus damit sogar ins Guinness Buch der Rekorde, als größter Adventskalender der Welt.
Diese Bestmarke haben die Südbadener einer anderen deutschen Stadt weggeschnappt. Denn schon zwei Jahre vorher hatte das oberfränkische Forchheim die geniale Marketingidee, aus seinem Rathaus einen Adventskalender zu machen. Schließlich hatte die Front des Fachwerkgebäudes, so wie in Gengenbach, genügend Fenster und dazu noch ein großes Tor im Erdgeschoss, das sich bestens eignete für das 24. und letzte Türchen.

„Wir waren die Ersten, die es ins Guinness Buch geschafft haben“, sagt Viktor Naumann, Leiter des Referats Wirtschaft und Stadtmarketing in Forchheim. In der Weihnachtszeit 1995/96 war die Premiere in der Kreisstadt. Als Gengenbach zwei Jahre später nachzog, bekam die Schwarzwaldgemeinde die Urkunde für den Weltrekord. Forchheim versuchte dann noch, die Front zu vergrößern, indem man eine Verbindung zum Nachbargebäude herstellte. Doch der Rekord blieb in der Stadt an der Kinzig.

Forchheim machte das Beste daraus und wirbt seitdem mit dem Titel „Schönster Adventskalender der Welt“. Ein Bild des Forchheimer Rathauses veröffentlichte sogar die russische Fluggesellschaft Aeroflot. Sie sprach vom schönsten Beispiel eines typischen Weihnachtsmarktes in Deutschland.

Fachwerkhaus: Das Rathaus im oberfränkischen Forchheim lockt jährlich viele Besucher an. | © Volker Brandt


Nicht nur in der Größe, sondern auch bei den Konzepten unterscheiden sich die beiden Rathäuser. Forchheim ähnelt einem klassischen Adventskalender. Die Fensterläden sind zugeklappt. Auf ihnen stehen die Zahlen. Wenn das Türchen am Abend des jeweiligen Tages geöffnet wird, erscheinen traditionelle weihnachtliche Motive wie Engel, Kerze, Weihnachtsmann, Stern und Nussknacker.

In Gengenbach werden 24 Bilder von bekannten Künstlern auf transparenter Folie reproduziert und in den 24 Fenstern des ersten, zweiten und dritten Stocks des Rathauses installiert. Davor wird ein Rollo befestigt, der jeweils am Vorabend des entsprechenden Tages feierlich hochgezogen wird. Ähnlich wie in Forchheim findet die Zeremonie während eines kulturellen Abendprogramms statt, zu dem immer zahlreiche Menschen kommen.

Die Bilder in Gengenbach werden in der Regel alle drei Jahre ausgetauscht. Nach der Premiere mit Bildern von Otmar Alt vor 20 Jahren konnte man in der Zwischenzeit auch Motive von Marc Chagall, Quint Buchholz, Paul Maar, Tomi Ungerer und dem amerikanischen Pop-Art-Künstler Andy Warhol sehen.

Jedes Jahr vom 30. November bis 6. Januar ist das Gengenbacher Rathaus ein Adventskalender. Die Bilder werden immer am Vorabend des Tages enthüllt. Internet: www.gengenbach.info, www.museum-haus-loewenberg.de
In Forchheim werden die Türen vom 1. bis 23. Dezember um 18 Uhr, am 24. Dezember um 12 Uhr geöffnet. www.forchheim-erleben.de/adventskalender


Sebastian Heise

Schlagworte Advent | Adventskalender | Gengenbach | Forchheim

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