29. Oktober 2016
VdK-Zeitung Archiv

Sozialpolitischer Ausschuss tagt in Ingolstadt

Vorträge über die wichtigsten Gesetzesänderungen in der Gesundheits- und Pflegepolitik

Der Sozialpolitische Ausschuss des VdK Bayern hat sich in Ingolstadt getroffen. Hans-Joachim Werner, VdK-Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender, freute sich, gemeinsam mit Kreisgeschäftsführer Werner Böll die Ausschussmitglieder um ihren Vorsitzenden Rudi Göbel sowie Vertreter der Verbandsspitze in der Kreisgeschäftsstelle in Ingolstadt zu begrüßen.

Trafen sich in Ingolstadt (von links): Claudia Spiegel, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik im VdK Bayern, Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern und Beiratsmitglied des VdK Bayern, Rudi Göbel, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des VdK Bayern, Hans-Joachim Werner, VdK-Kreisvorsitzender von Ingolstadt und stellvertretender VdK-Landesvorsitzender, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder. | © Sebastian Heise

Neben der VdK-Landesvorsitzenden Ulrike Mascher nahmen Landesgeschäftsführer Michael Pausder sowie sein Stellvertreter Herbert Lochbrunner an der Sitzung teil. Im Mittelpunkt stand die Gesundheits- und Pflegepolitik der Bundesregierung. Der Leiter der Techniker Krankenkasse in Bayern und Beiratsmitglied des VdK Bayern, Christian Bredl, erläuterte die wichtigsten Änderungen im Gesundheitswesen, und die Leiterin der Abteilung Sozialpolitik beim VdK Bayern, Claudia Spiegel, erklärte die Neuregelungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Christian Bredl wies darauf hin, dass das Gesundheitswesen in Deutschland vor enormen Herausforderungen steht. Die Zahl der Wohlstandserkrankungen und psychischen Leiden nimmt zu, die Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter und gleichzeitig gibt es einen enormen medizinisch-technischen Fortschritt. Außerdem verändert sich die Kassenlandschaft dramatisch. Während es 1970 noch 1815 gesetzliche Krankenkassen gab, sank die Zahl bis 2016 auf 118. Weitere Fusionen würden erwartet, wie Bredl erläuterte. Die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung steigen dagegen weiter deutlich an: von 169 Milliarden im Jahr 2011 auf 203 Milliarden Euro im Jahr 2015.

Bredl wies auf einige Einsparmöglichkeiten hin. „So hohe Medikamentenpreise wie in Deutschland gibt es in keinem anderen Land“, bemerkte er kritisch. Die Bundesregierung habe zwar rekordverdächtig viele Gesetze verabschiedet, sagte Bredl. Die Kosten dafür trügen aber vor allem die Arbeitnehmer: Denn sie müssen seit 2015 die Zusatzbeiträge allein schultern. Im Hinblick auf die Änderungen in der Pflegeversicherung wiesen Bredl und Spiegel daraufhin, dass die Pflegekassen in den kommenden Wochen die Bescheide versenden. Die Pflegebedürftigen würden darin über die neuen Pflegegrade und finanziellen Leistungen ab dem 1. Januar 2017 informiert.

Spiegel betonte, dass es einen Bestandsschutz gibt und kein Betroffener schlechter gestellt werde. Bei der stationären Pflege können die Leistungen ab 2017 für Neuantragsteller geringer ausfallen. Es kann sich für Betroffene also lohnen, noch vor Ende dieses Jahres einen Antrag auf Pflegeleistungen beziehungsweise auf Höherstufung zu stellen, wie Spiegel sagte. Sie empfiehlt betroffenen Mitgliedern des Sozialverbands VdK, sich in ihrer Geschäftsstelle beraten zu lassen.

Sebastian Heise

Schlagworte Sozialpolitischer Ausschuss | Pflegeversicherung | Pflegepolitik | Gesundheitspolitik

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