28. Juni 2016
VdK-Zeitung Archiv

Auf den Berg mit elektrischem Rückenwind

E-Mountainbikes werden immer beliebter: Damit gelingt Hobbyradlern der Aufstieg leichter

In den Bergen radeln war bisher vor allem gut trainierten Frauen und Männern vorbehalten. Doch nun können sich auch weniger sportliche Radler auf Berg- und Talfahrt begeben. Möglich machen dies E-Mountainbikes. Auch starke Steigungen sind damit kein Problem mehr.

E-Bikes boomen und haben sich von ihrer Rolle der „Altherrenräder“ emanzipiert. Es sind bereits deutlich mehr als zwei Millionen E-Bikes auf Deutschlands Straßen unterwegs. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verband ZIV war 2015 jedes achte verkaufte Fahrrad in Deutschland ein E-Bike. Und der Anteil der mit Elektromotor ausgestatteten Zweiräder soll weiter steigen.

Tourismusbranche reagiert

Und nun geht es mit dem E-Antrieb auch in die Berge. Noch vor ein paar Jahren sprachen Sportler mit Stahlwaden nur abfällig über ein Mountainbike mit elektrischem Zusatzmotor – doch die Zeiten haben sich geändert. Ein Stilbruch ist ein Radl mit Elektromotor nicht mehr. Das „E“ vor dem klassischen Mountainbike signalisiert, dass sich das fortschrittliche Geländefahrrad weiterentwickelt hat, es ist elektrifiziert, verfügt über einen elektrischen Hilfsantrieb und einen Akku, die die Kraft des Fahrers elektrisch unterstützen. Selbst für 15-prozentige Steigungen reicht dann eine normal gute Kondition aus. Der elektrische Rückenwind macht es möglich.

War das E-Bike bisher eher etwas für Menschen, die schweißfrei und mit wenig Krafteinsatz zur Arbeit oder ein bisschen spazieren fahren wollten, kommt der Motor nun auch zunehmend im Sport an. Tourismusgemeinden reagieren bereits. Im oberbayerischen Ruhpolding gibt es schon eine Radlkarte mit eigens ausgewiesenen E-Mountainbike-Touren, wie Kristina Rey von der Ruhpolding Tourismus GmbH berichtet. Nina Glasow, Themenmanagerin Rad beim Tourismusverband Chiemgau Tourismus e.V., erzählt, dass die Hersteller immer leichtere Räder auf den Markt bringen. „Das Modewort heißt Uphill-Flow, was bedeutet, dass auch die Aufstiegspassagen mehr Spaß als Anstrengung bedeuten“, sagt Glasow. Mit dem E-Mountainbike ließen sich Touren und die Möglichkeiten im alpinen Gelände vergrößern.

Gary Fisher, einer der Erfinder des Mountainbikes, und andere Branchenkenner gehen vom Siegeszug der Elektromotoren bei den Mountainbikes aus: In zehn Jahren wird es deren Prognosen zufolge kein Mountainbike mehr ohne E-Motor geben. Das Radeln im Gebirge ist dank E-Mountainbikes auch im höheren Alter möglich. So mancher Bergfex wird sich darüber freuen. „Selbst bei Gegenwind und in hügeligen oder bergigen Gegenden kann man mit E-Bikes im persönlich optimalen Belastungsbereich bleiben“, heißt es bei der Deutschen Sporthochschule Köln.

Viele ältere Nutzer

In der ADFC-Radreiseanalyse (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) 2016 ist angemerkt: „Der Anteil von Pedelecs/E-Bikes an den Reiserädern hat sich mit elf Prozent gegenüber 2014 fast verdoppelt.“ Nutzer sind eher ältere Radreisende mit einem Durchschnittsalter von etwa 55 Jahren. Daher ist vermutlich auch das Durchschnittsalter bei den Radreisenden von 45 auf 47,6 Jahre gestiegen. Elektroantriebe sorgen also dafür, dass man im fortgeschrittenen Alter auf Radtouren gehen kann. Allerdings sind Mountainbikes mit E-Antrieb auch um einiges teurer als Räder ohne Motor. Neu kosten E-Mountainbikes eine vierstellige Summe. Vor dem Kauf empfiehlt sich eine Probefahrt. In Ferienregionen kann man E-Bikes leihen – entweder in einem Radverleih oder manchmal auch im Hotel. Und aufi geht‘s.

Petra J. Huschke

Schlagworte Radfahren | E-Bikes | E-Mountainbike

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