26. August 2015
VdK-Zeitung Archiv

Für ein gutes Leben in Deutschland

Bürgerdialog der Bundesregierung in Würzburg wurde vom Sozialverband VdK Bayern organisiert

Was macht Lebensqualität aus? Das will die Bundesregierung von den Deutschen wissen. Überall im Land finden deshalb gerade „Bürgerdialoge“ statt. In Würzburg organisierte der VdK Bayern auf der Festung Marienberg die einzige VdK-Veranstaltung dieser öffentlichkeitswirksamen Reihe. Zu den 64 Gästen zählte auch VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher (Mitte) betrachtet die Ergebnisse einer Diskussionsrunde. | © Liebmann

Auf den bunten Kärtchen an der Pinnwand steht, was die Teilnehmer rund um das Thema „Lebensqualität“ bewegt: „Soziale Spaltung stoppen“, „Angst vor Verlust der Menschenwürde im Alter“, „Pflege bezahlbar, gerechter Lohn, keine Minutenpflege“ und „Keine Zweiklassen-Medizin“. Das sind die Ergebnisse einer Diskussionsrunde an diesem Nachmittag. Der Bürgerdialog in Würzburg ist eine von deutschlandweit 190 Veranstaltungen, bei denen die Bundesregierung Meinungen der Menschen sammelt.

Die Ergebnisse der Debatten werden auf der Webseite www.gut-leben-in-deutschland.de dokumentiert und mit Unterstützung eines unabhängigen wissenschaftlichen Beirats ausgewertet. Sie sollen in einen Aktionsplan einfließen, der von der Bundesregierung erarbeitet wird. Der bayerische VdK-Bezirk Unterfranken hat sich als Gastgeber einer solchen Veranstaltung zur Verfügung gestellt, die hier in Form eines Workshops stattfindet. Der Einladung folgten eine bunte Mischung von Gästen: ehren- und hauptamtliche VdK-Mitarbeiter, Nichtmitglieder, Menschen mit und ohne Behinderung, sozial benachteiligte Menschen, Junge und Alte. Kurz: ein ganz normaler Querschnitt der Bevölkerung.

Die Teilnehmer werden per Los in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Mit Sebastian Petzold vom Bundesfamilienministerium und Vivien Stein vom Bundesarbeitsministerium sind zwei Vertreter der Bundesregierung mit dabei, die von Gruppe zu Gruppe gehen, zuhören und sich Notizen machen. Angeleitet durch Dr. Hannah Büttner vom IFOK-Institut, diskutieren die Teilnehmer zunächst, was für sie persönlich für ein gutes Leben wichtig ist. In der zweiten Runde geht es um die Lebensqualität in Deutschland allgemein, in der dritten wird es konkret. Auf Kärtchen schlüsseln die Gruppen zentrale Begriffe wie „Teilhabe“, „Chancengleichheit“, „Soziale Sicherheit im Alter“ oder „Solidarität“ auf. Die Teilnehmer wägen ab, debattieren miteinander und notieren die Ergebnisse.

„Das Entscheidende ist, ob es gelingt, konkrete Vorschläge zu machen, mit denen man weiterarbeiten kann“, betont Büttner. Solidarität, Toleranz, Vielfalt Diese Aufgabe ist gar nicht so einfach. Denn wenn es beispielsweise darum geht, zu bestimmen, in welchen Bereichen gesellschaftlicher Zusammenhalt notwendig ist, verwirren ähnliche Begriffe. Ist „Respekt für andere Religionen“ ein Zeichen von Solidarität oder von Toleranz und Vielfalt? Die Gruppe holt schließlich Moderatorin Büttner zur Hilfe, danach geht es wieder weiter. Bei der abschließenden Präsentation bekommen die erarbeiteten Vorschläge wie „Hilfe im Freundeskreis“, „Aktive Unterstützung von hilfsbedürftigen und vereinsamten Menschen“ und „Stärkung des Ehrenamts“ viel Applaus.

Auch in den anderen Teams wird diskutiert. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher macht bei der Gruppe „Gerechte und sichere Arbeitswelt“ mit. „Gerechte Bezahlung“ gehört zu den präsentierten Forderungen, ebenso „Keine befristeten Arbeitsverhältnisse“ und „Schaffen von Arbeitsplätzen für ältere Arbeitnehmer“. Der Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, Michael Pausder, ist im Team „Sicherheit“ aktiv. Auch diese Gruppe hat zehn konkrete Vorschläge erarbeitet, wie zum Beispiel „Soziale Sicherheit fördert auch die innere Sicherheit und beugt Kriminalität vor“.

Die ungewöhnliche Veranstaltungsform hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. „Eine gute Runde!“, sagt Teilnehmer Gerd Kiel begeistert. Und sein Mitdiskutant Klaus Dietrich bestätigt: „Die Zusammenarbeit war sehr angenehm.“ Carsten Vetter, Bezirksgeschäftsführer des gastgebenden VdK-Bezirks Unterfranken, ist vom Konzept des Bürgerdialogs auch persönlich überzeugt, „weil es mir wichtig ist, in einem Land zu leben, das Wert auf die Sicherung der Lebensqualität legt – auch wenn dieser Begriff für jeden etwas anderes bedeutet“.

Annette Liebmann

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