26. August 2015
VdK-Zeitung Archiv

Unabhängige Patientenberatung in Gefahr

Die jetzigen UPD-Träger könnten von Callcenter-Unternehmen ersetzt werden

Seit 2006 ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) telefonisch und persönlich für Fragen und Beschwerden von Krankenversicherten da. Zu den UPD-Trägern zählt auch der Sozialverband VdK. Nun könnte die turnusgemäße Neuvergabe die erfolgreiche Arbeit ab 2016 beenden.

80.000 Anfragen pro Jahr landen bei den etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 21 bundesweiten UPD-Servicestellen. Diese beraten bei Entscheidungen über geeignete Therapien, prüfen Zahnarztrechnungen auf ihre Rechtmäßigkeit, informieren über Krankheitsbilder oder geben Einschätzungen zu vermuteten Behandlungsfehlern. Die Beratungsstatistiken, die im jährlichen „Monitor Patientenberatung“ veröffentlicht werden, zeigen nicht selten Schwachstellen des Gesundheitssystems auf. So etwa bei IGeL-Leistungen oder der Terminvergabe für einen Facharztbesuch.

Der jetzige gemeinnützige Träger, ein Zusammenschluss aus Sozialverband VdK, Verbraucherzentrale Bundesverband und Verbund unabhängige Patientenberatung, hat sich beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen und dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, für eine Fortsetzung der Trägerschaft ab 2016 beworben. Nun deutet einiges darauf hin, dass die Sanvartis GmbH stattdessen zum Zug kommen könnte. Das Unternehmen betreibt bisher schon einige Callcenter im Auftrag von gesetzlichen Krankenkassen. Sollte Sanvartis den Zuschlag erhalten, sehe man die Unabhängigkeit der Beratung in großer Gefahr, so die bisherigen UPD-Träger, die deshalb einen Nachprüfungsantrag an die Vergabekammer gestellt haben.

Proteste gab es auch von Gesundheitspolitikern aller Parteien, Gesundheitswissenschaftlern und der Bundesärztekammer. Die endgültige Entscheidung der Vergabekammer stand bis Redaktionsschluss noch aus. Mehr dazu in der nächsten VdK-ZEITUNG.

bsc

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