23. Juli 2015
VdK-Zeitung Archiv

Was bei Sodbrennen hilft

Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal Sodbrennen gehabt. Saures Aufstoßen ist meist harmlos, vorausgesetzt, es tritt nur gelegentlich auf. Wer regelmäßig Beschwerden hat, sollte einen Arzt aufsuchen.

„Sodbrennen selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, kann aber bei häufigem Auftreten ernstzunehmende Folgeerkrankungen wie eine chronische Entzündung der Speiseröhre nach sich ziehen“, warnt Dr. Hansjörg Ullerich, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin sowie Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten an der Universität Münster. „Bei Sodbrennen handelt es sich um einen Reflux, also einen Rückfluss von Magensäure“, erklärt der Experte.

Als ein vom Oberbauch aufsteigendes, aggressives Brennen, verbunden mit einem Druckgefühl bis hin zu Schmerzen in der Magengrube beschreibt der Mediziner die meist unangenehmen Beschwerden. Üblicherweise tritt Sodbrennen nach üppigen Mahlzeiten mit fettreichen und süßen Speisen auf. Das Glas Weißwein oder Bier dazu regt die Produktion von Magensäure zusätzlich an. Sitzt auch noch die Hose zu eng oder drückt der Gürtel auf den Bauch, kann es schnell passieren, dass Magensäure aufsteigt.

Geringer Reflux normal

Ob Sodbrennen ein Fall für den Arzt ist, richtet sich danach, wie oft die Beschwerden auftreten und wie lange sie andauern, betont der Arzt. „Ein geringer Reflux ist normal und kein Grund zur Sorge. Doch wer mehr als zweimal pro Woche darunter leidet und das Sodbrennen länger als fünf Minuten anhält, sollte den Arzt zurate ziehen“, rät der Magen-Darm-Spezialist. Durch den Lebensstil bedingtes Sodbrennen lässt sich leicht vermeiden. Beispielsweise, indem man überflüssigen Pfunden zu Leibe rückt. Bei Übergewicht nehme der Druck auf den Magen zu, was Reflux-Beschwerden begünstige, betont der Mediziner.

Er empfiehlt auch, im Alltag ein paar Ernährungstipps zu befolgen: auf alkoholhaltige Getränke und saure Fruchtsäfte verzichten und stark gewürzte Gerichte sowie schwere Kost nach 20 Uhr vermeiden. Besser ist es, kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen und sich dafür Zeit zu nehmen. „Menschen mit einem empfindlichen Magen machen die Erfahrung, dass ihnen Koffein, vor allem die morgendliche Tasse Kaffee auf nüchternen Magen, nicht bekommt“, weiß der Gastroenterologe. Wer zu Reflux neigt, sollte außerdem mit dem Rauchen aufhören, bequeme Kleidung tragen und auf das Nickerchen nach dem Essen verzichten, denn in Rückenlage steigt die Magensäure leichter auf.

Auch Stress kann auf den Magen schlagen. Gelegentliche Beschwerden durch Sodbrennen lassen sich lindern. „Säureneutralisierende Arzneimittel sind rezeptfrei erhältlich und wirken in der Regel sofort“, weiß Ullerich. Und wie vielversprechend sind magenschonende Tees mit Fenchelsamen, Kümmel oder Anis? „Solche Gewürztees helfen zwar nicht direkt gegen Sodbrennen, tun aber der Magenschleimhaut gut.“ Bei anhaltenden Problemen führe jedoch kein Weg am Hausarzt oder Gastroenterologen vorbei, betont Ullerich.

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Schlagworte Sodbrennen | Reflux | Gastroenterologie

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