13. Juli 2015
VdK-Zeitung Archiv

Bei Fahrradreisen sind die Deutschen Weltmeister

Ausflugs- und Reiseziele wie Nordsee, Ostsee, Bodensee, Elbe, Main und Donau locken Touristen aus dem In- und Ausland an

Mit dem Fahrrad auf Reisen gehen ist in Deutschland sehr beliebt: Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Bundesbürger eine Radreise unternommen, wie aus einer Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervorgeht. Auch die meist befahrenen Radwege in der Bundesrepublik und im Ausland hat der ADFC ermittelt.

Radurlauber zieht es ins Grüne. Kulturelle Sehenswürdigkeiten an der Strecke sind aber auch beliebt. | © ADFC/Norbert Eisele-Hein

Der Fahrrad-Tourismus ist in Deutschland ein bedeutender Umsatztreiber. Vier Millionen Bundesbürger haben laut ADFC im vergangenen Jahr eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen gemacht. Dabei gaben sie mehr als 2,5 Milliarden Euro für Übernachtung, Verpflegung und Kultur aus, wie der Fahrrad-Club schätzt. „Deutschland ist Weltmeister, nicht nur im Fußball, sondern auch im Radtourismus. Nirgendwo sonst gibt es so viele attraktive Radfernwege – und die ganze Welt ist darauf zu Gast“, sagt Raimund Jennet, im ADFC-Vorstand für Tourismus zuständig.

In erster Linie zieht es die Fahrradurlauber ans Wasser. So landete der Elberadweg in der jüngsten ADFC-Radreiseanalyse“ (www.adfc.de/radreiseanalyse) auf dem ersten Platz – sowohl bei den beliebtesten als auch bei den meist befahrenen Radwegen. Die insgesamt 1260 Kilometer lange Strecke führt von der tschechischen Grenze über Dresden, die Lutherstadt Wittenberg, Magdeburg und Hamburg bis nach Cuxhaven (www.elberadweg.de). Der Main- und der Donauradweg wurden bei den beliebtesten Strecken auf die Plätze zwei und drei gewählt. Auf den weiteren Rängen folgen die Radwege an Rhein, Ruhr und Weser.

Aber die Radfahrer zieht es zunehmend auch ins bergige Gelände, wie der ADFC weiter berichtet. So kam mit dem Bodensee-Königssee-Radweg erstmals ein Radfernweg unter die Top 10, der ein äußerst anspruchsvolles Höhenprofil aufweist und entlang des bayerischen Voralpenlands führt. Die beliebtesten deutschen Regionen für Radurlaube waren im vergangenen Jahr Bayern, der Bodensee, Mecklenburg-Vorpommern, das Münsterland und die Ostsee. In diesem Sommer steht laut ADFC die Ostseeküste hoch im Kurs, gefolgt von Elbe- und Mosel-Radweg.

Wenn es die deutschen Freizeitradler ins Ausland zieht, dann vor allem in die Nachbarländer. Die Niederlande, selbst eine Radfahrnation, locken mit ihrem dichten Netz an Fahrradwegen. Österreich hat mit dem Donauradweg, der von der bayerischen Grenzstadt Passau über Linz und Wien bis nach Ungarn führt, auch den mit Abstand beliebtesten Radfernweg bei den deutschen Touristen. Mehr als ein Viertel der Befragten wählte diese Strecke auf Platz eins.

Deutlich mehr Höhenmeter sind zu absolvieren, wenn man den zweitbeliebtesten Radfernweg absolvieren will: die Via Claudia Augusta. Einst war dies eine der wichtigsten Verbindungen im Römischen Reich. Sie beginnt in Donauwörth in Bayerisch-Schwaben und führt über die Alpen bis nach Trient in Südtirol. Von dort gibt es zwei alternative Wege: entweder nach Venedig oder nach Ostiglia, südlich von Verona.

Europaweites Radwegenetz

Eine beliebte Route, die sich ebenfalls über mehrere Länder erstreckt, hat es in der Analyse des ADFC auf Platz drei geschafft: der Nordseeküsten-Radweg. Dieser ist insgesamt 5942 Kilometer lang und führt durch die sechs Staaten Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Großbritannien. Seit 2001 ist er als Euro-Velo-Radweg Nr. 12 ausgezeichnet. Mittlerweile gibt es 14 dieser europäischen Fahrradrouten (www.eurovelo.com). Es handelt sich um ein von der Europäischen Union unterstütztes Projekt des Europäischen Radfahrverbands (ECF). Die Strecken führen über mehr als 70.000 Kilometer kreuz und quer durch Europa und sind nicht nur nach Meeren (Nordsee, Atlantik) oder einem Fluss (Rhein), sondern auch nach Themen benannt: So gibt es zum Beispiel eine Pilger-, eine Sonnen- und eine Eiserne-Vorhang-Route.



Das könnte Sie auch interessieren:

Sebastian Heise

Mediadaten

Hier finden Sie die aktuellen Preise (bayernweit) für gewerbliche Anzeigen für die VdK-Zeitung als Download:

Impressum

Hier finden Sie das Impressum der VdK-Zeitung:

Archiv


Hier finden Sie Artikel aus älteren Ausgaben der VdK-Zeitung:


Weitere Artikel aus der VdK-Zeitung finden Sie auf den Seiten des VdK Deutschland: VdK-Zeitung

Presse
Symbolfoto: Unterlagen, eine davon mit dem Vermerk "Wichtig"
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden: Unsere Abteilung "Presse, PR, neue Medien" versorgt Journalistinnen und Journalisten mit aktuellen Pressemeldungen und Statements des Sozialverbands VdK Bayern.
VdK-Zeitung
Eine Frau und ein Mann lesen die VdK-Zeitung
Mit einer Druckauflage von 600.000 Exemplaren zählt die VdK-Zeitung zu den auflagenstärksten Printmedien in ganz Bayern. Alle VdK-Mitglieder bekommen sie zehnmal pro Jahr kostenlos per Post zugestellt.
VdK-TV
Die Videoprogramme des Sozialverbands VdK bieten spannende Interviews, aktuelle Reportagen und anschauliche Berichte. Sie sind über das Video-Portal VdK-TV jederzeit im Internet abrufbar.
Presse
Symbolfoto: Ein Briefumschlag mit einem großen @-Zeichen darin.
Wir bieten Ihnen zwei Newsletter an, die Sie kostenfrei abonnieren können: unseren Presse-Newsletter mit den aktuellen Pressemitteilungen des VdK Bayern und den monatlichen Newsletter.
Tipps und Termine
Symbolfoto: Ausgeschnittene Papiermännchen bilden einen Kreis
In unserer Rubrik "Tipps und Termine" stellen wir Ihnen aktuelle Neuigkeiten aus dem Verbandsleben, Aktionen, Veranstaltungen, Pressemitteilungen sowie Links zu interessanten Beiträgen vor.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.