27. Januar 2015
VdK-Zeitung Archiv

Drei Arbeitgeber, die Maßstäbe setzen

Bereitschaftspolizei, Fotounternehmen und Erzdiözese mit dem Inklusionspreis „JobErfolg“ ausgezeichnet

Menschen mit Behinderung haben es besonders schwer, einen Job zu finden. Doch es gibt auch Arbeitgeber, die Inklusion bereits erfolgreich umsetzen. Drei dieser vorbildlichen Unternehmen zeichneten der Bayerische Landtag, das Sozialministerium und die Behindertenbeauftragte der Staatsregierung im Senatssaal des Bayerischen Landtags mit dem Inklusionspreis „JobErfolg“ aus.

Schirmherr Joachim Schoss, Sozialministerin Emilia Müller, Behindertenbeauftragte Irmgard Badura und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (von links). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

In Bayern sind 23.000 Menschen mit Behinderung arbeitslos, berichtete Sozialministerin Emilia Müller. Das sei schon seit Jahren eine feste Zahl, denn noch immer gebe es viele Vorurteile und Bedenken, Menschen mit Behinderung einzustellen. Als „leuchtende Vorbilder“ bezeichnete Müller deshalb die Arbeitgeber, die sich für Inklusion engagieren: „Sie haben sich ihrer sozialen Verantwortung gestellt. Ich hoffe, dass sie viele Nachahmer finden.“

Landtagspräsidentin Barbara Stamm bekräftigte: „Durch die Auszeichnung guter Beispiele zeigen wir, dass es geht und wie es geht – und ermutigen damit hoffentlich möglichst viele andere Arbeitgeber, auch aktiv zu werden.“ Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, bedauerte, dass für ein gelingendes Miteinander in einem Unternehmen mindestens eine treibende Kraft – meist aus der Führungsebene – nötig sei. „Mir wäre es ein Anliegen, dass die Leistungen und die zumeist sehr hohe Motivation von uns Menschen mit Behinderung auch ohne besondere Fürsprache wahrgenommen wird.“

Preisträger in der Kategorie „Öffentlicher Dienst“ ist die IV. Bereitschaftspolizei Dachau. Sie hat eine Umstrukturierung und den folgenden Mehrbedarf an Personal genutzt, um Mitarbeiter mit Behinderung einzustellen. Darunter befinden sich ältere Beschäftigte, ein Auszubildender und sogar Menschen mit schwerer Behinderung, beispielsweise mit einem Schädel-Hirn-Trauma. Den „JobErfolg“ in der Kategorie „Privatwirtschaft“ erhielt die CEWE Stiftung in Germering. Die bayerische Niederlassung des Fotoentwicklungsunternehmens beschäftigt 189 Mitarbeiter, davon sind 19 schwerbehindert. Entwicklungs-, Sortier- und andere Maschinen wurden so angepasst, dass sie von den gehörlosen Beschäftigten bedient werden können. Auch Menschen mit seelischen Behinderungen arbeiten in Germering.

Die Stiftung Jugendhaus Burg Feuerstein der Erzdiözese Bamberg ist mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. 42 Menschen arbeiten in der Jugendbildungsstätte, vier von ihnen haben eine Behinderung. Die Stiftung bietet zudem seit 1980 jährlich inklusive Zeltwochen sowie inklusive Kurse für Menschen mit und ohne Behinderung an. In diesem Jahr soll ein inklusives Musikwochenende hinzukommen. Der Inklusionspreis „JobErfolg“ wurde bereits zum zehnten Mal verliehen – Anlass, mit einem Film auf die bisherigen Preisträger zurückzublicken. Auch die aktuellen Gewinner wurden in eindrucksvollen Filmbeiträgen vorgestellt. Diese hat, wie jedes Jahr, der Sozialverband VdK Bayern finanziert.

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ali

Schlagworte Arbeit | Inklusion | Menschen mit Behinderung | berufliche Integration | Inkusionspreis | JobErfolg

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