30. Juli 2019
VdK-Zeitung

Rücktritt vom Urlaubstrip

Bei einer Stornierung fallen oft hohe Gebühren an

Der Urlaub am Meer ist seit Monaten gebucht, doch kurz vor dem Start macht eine Krankheit, eine Verletzung oder ein persönlicher Umstand dem Reisewilligen einen Strich durch die Rechnung. Zu allem Überfluss können zum verpassten Urlaub auch noch hohe Stornierungskosten hinzukommen.

Symbolfoto: Ein Senioren-Paar am Strand

Reiseveranstalter sind gewinnorientiert. Sie wollen nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, wenn der Kunde die Reise nicht antreten kann oder will. Also verlangen sie in der Regel eine Entschädigung, um sich abzusichern – die sogenannten Stornogebühren. Diese sind im Reisevertrag des § 651 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gesetzlich geregelt. Die Gebühren fallen meist unterschiedlich hoch aus. Je näher der Reisetermin rückt, desto höher die Gebühren.

So können bei einer Stornierung bis zum 30. Tag vor Reisebeginn beispielsweise 25 Prozent des Reisepreises fällig werden, bis 25 Tage vorher 40 Prozent, bis 18 Tage vorher 50 Prozent, bis elf Tage vorher 60 Prozent, bis vier Tage vorher 80 Prozent und ab drei Tagen vorher 90 bis 100 Prozent. Allerdings erfolgt die Staffelung der Gebühren nicht einheitlich, sondern variiert von Anbieter zu Anbieter und darüber hinaus noch je nach Reise art – ist also abhängig davon, ob es sich um eine Bus-, Flug- oder Schiffsreise oder lediglich um die Buchung eines Hotels oder einer Ferienwohnung handelt.

Wer von einer Reise kurzfristig aus persönlichen Gründen zurücktritt, muss daher meist tief in die Tasche greifen. Es sei denn, es wurde vorher eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Die Police hilft zumindest in bestimmten Fällen, beispielsweise bei einer plötzlichen schweren Erkrankung, bei Unfall, Tod eines nahen Angehörigen, Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit. Sie lohnt sich aber meist nur bei weit im Voraus gebuchten sowie teuren Reisen.

Höhere Gewalt


Liegen offizielle Gründe für den Reiserücktritt vor, wie beispielsweise eine Reisewarnung aufgrund kritischer politischer Verhältnisse am Urlaubsort oder höhere Gewalt, also Gefahren durch Erdbeben, Epidemien oder Wirbelstürme, dürfen Reiseveranstalter keine Stornogebühren verlangen. Tipp: Da man eine Reise manchmal bis zu einem bestimmten Termin auch kostenlos stornieren kann, ist vor der Buchung ein genauer Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters empfehlenswert. Auf Internet-Vergleichsportalen kann die Reisesuche zudem oft nach Angeboten mit kostenloser Stornierung gefiltert werden.


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Mirko Besch

Schlagworte Reise | Reiserücktritt | Stornierung | Gebühren | Reiseveranstalter | Reisevertrag

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