28. November 2018
VdK-Zeitung

Träume als Lern- und Spielwiese

Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse des Tages

Jeder Mensch träumt. Manche erinnern sich daran, andere nicht. Für das Verarbeiten des Erlebten haben Träume eine wichtige Bedeutung. Um sie zu beeinflussen, bedarf es einiger Übung.

© DAK Presse

Wie ein Vogel über schöne Landschaften fliegen, von einem Gipfel aus über die Welt blicken: Viele wünschen sich solche Träume. Doch oft sind sie eher verworren und gleichzeitig realitätsnah. Forscher beschäftigen sich schon lange mit Träumen. Viele Fragen sind aber noch unbeantwortet, zum Beispiel die nach der Funktion des Träumens, wie Prof. Dr. Michael Schredl erklärt.

Der wissenschaftliche Leiter des Schlaflabors im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim beschreibt Träumen als das „subjektive Erleben während des Schlafs, das immer vorhanden ist, mehr oder weniger intensiv“. Beim Träumen „ist fast das ganze Gehirn beteiligt, emotionale Zentren, Motorzentren, Vorstellungszentren“, erläutert der Forscher. Die Erinnerung an das Traumgeschehen ist aber sehr unterschiedlich. Manche können sich morgens immer an etwas erinnern, andere seit Jahren an nichts mehr.

Besser abgespeichert

„Im Schlaf wird das Gedächtnis konsolidiert“, sagt Schredl. Die Dinge, die während des Tages aufgenommen werden, würden noch einmal bearbeitet und besser abgespeichert. Träume vermischen häufig Aktuelles mit früheren Lebenserfahrungen. Daher vermuten Forscher, sie stellten eine Lern­ und Spielwiese dar. Der Umgang mit Ängsten und anderen sozialen Situationen werde geübt, damit diese Fähigkeiten sich im Wachzustand verbesserten.

Den Traum positiv zu beeinflussen, ist kaum möglich. „Das Denken an schöne Dinge vor dem Einschlafen hat selten einen Effekt auf die Träume, da sie immer alles aufgreifen, was passiert ist“, erklärt Schredl. Allerdings könnten unangenehme Traumsituationen im Nachhinein verarbeitet werden. „Man versetzt sich nochmals in die Situation und überlegt, was man gerne tun möchte, um die Situation positiv zu bewältigen.“ In dem man sich dem stellt und einen Ausweg findet, veränderten sich die kommenden Träume, „weil das TraumIch aktiver und selbstbewusster wird“.

Mit Training kann man eventuell erreichen, aktiv in den Traum einzugreifen. Eine Methode sind Realitäts­Checks: „Man stellt sich fünf­ bis zehnmal am Tage die Frage, ob man wach ist oder träumt. Dabei kontrolliert man die Umgebung, ob sie der Wachrealität entspricht.“ Im Wachzustand lautet die Antwort immer: „wach“. Das häufige Üben solle dazu führen, dass man anfängt, sich die Frage auch im Traum zu stellen. Wenn dann bizarre Dinge auftreten, „kann einem bewusst werden, dass man träumt, und den Traum aktiv gestalten“.

Sebastian Heise

Schlagworte Träumen

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