VdK-Zeitung

Chancen und Risiken der Digitalisierung

Inklusionsbeauftragte für Menschen mit Behinderung bilden sich bei einem VdK-Tagesseminar fort

Welche Chancen und Risiken die Digitalisierung der Arbeitswelt für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung birgt, war das Hauptthema beim Seminar des VdK-Ressorts „Arbeit und Handikap“.

© imago/blickwinkel

„Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Digitalisierung eine große Unterstützung sein kann“, erklärte Alfons Siebenweiber, stellvertretender Leiter der ZBFS-Regionalstelle Oberbayern, in seiner Begrüßung. „Junge Menschen mit Sehbehinderung zum Beispiel sind digital sehr gut ausgerüstet und haben es dadurch in einigen Arbeitsbereichen leichter als früher.“ VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher bedauerte, dass trotz neuer Möglichkeiten und boomender Wirtschaft Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt oft keine Chancen haben.

„Dabei sind Schwerbehinderte oft besser qualifiziert als Menschen ohne Behinderung“, sagte sie. Es sei nicht nachzuvollziehen, weshalb Betriebe nach wie vor lieber eine Ausgleichs- abgabe bezahlen, als Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. „In Zeiten des Fachkräftemangels ist mir das ein Rätsel.“ VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder bestätigte, dass Menschen mit Behinderung wertvolle Arbeitnehmer sind. „Der VdK Bayern beschäftigt weit mehr als die Pflichtquote von fünf Prozent. Wir werben dafür, es uns gleichzutun.“

Welche Chancen und Risiken die Digitalisierung hat, erläuterte Petra Winkelmann vom REHADAT Institut der deutschen Wirtschaft Köln. „Es werden Jobs wegfallen, aber auch neue entstehen“, sagte sie. „Roboter, die Menschen unterstützen, können auch eine Chance für Arbeitnehmer mit Behinderung sein.“ Wichtiger denn je werde die Berufswahl werden – für alle jungen Menschen. Hochqualifizierte Arbeitnehmer werden laut Winkelmann auch in Zukunft keine Sorgen haben müssen, von Robotern ersetzt zu werden. Erich Bierler, ehemaliger Leiter des ZBFS-Integrationsamts Region Oberpfalz, erläuterte den Teilnehmern Aktuelles zum Schwerbehindertenrecht.

Caroline Meyer

Schlagworte Inklusion | Digitalisierung | Arbeit und Handikap

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