25. November 2017
VdK-Zeitung

Paralympischer Sport ist Spitzensport

Diskussion mit den beiden VdK-Mitgliedern Elke Philipp und Michael Teuber auf der ConSozial

Paralympischer Sport ist „knallharter Leistungssport“, sagte Radsportler Michael Teuber auf der ConSozial. Doch von Inklusion könne man noch lange nicht reden. Der fünffache Paralympics-Gewinner Teuber diskutierte mit der Dressurreiterin Elke Philipp, auch VdK-Mitglied, und Moderatorin Miriam Janke über das Thema „Wie inklusiv ist der Spitzensport?“.

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher (Mitte) und VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder (rechts) mit Moderatorin Miriam Janke (links), Dressurreiterin Elke Philipp (Zweite von rechts) und Radsportler Michael Teuber. | © Sebastian Heise

In der vom VdK mitorganisierten Veranstaltung waren sich die beiden Athleten einig, dass es Fortschritte gibt, aber von Inklusion noch lange nicht gesprochen werden kann. Philipp, die 2016 in Rio de Janeiro Silber mit der Dressur-Mannschaft gewann, berichtete davon, dass die Weltreiterspiele der Menschen mit und ohne Behinderung mittlerweile zusammen stattfinden. Die Para-Reiter tragen ihre Wettkämpfe dabei jedoch teilweise nur auf dem Nebenplatz aus, während die nicht-behinderten Sportler in der großen Arena starten.

Im Radrennsport dagegen gibt es noch keine gemeinsamen Weltmeisterschaften. Für Teuber wäre dies ein wichtiger Schritt zur Inklusion. Wenn alle Sportler vor demselben Publikum starten, würde das die Aufmerksamkeit für die Athleten mit Behinderung deutlich erhöhen. Dass die Sportler dann auch in einem Wettkampf gegeneinander antreten, hält Teuber für unrealistisch. „Dann sind die Grenzen der Inklusion überschritten.“

Teuber ist, wie er eindrucksvoll in seinem Buch „Aus eigener Kraft“ beschreibt, durch einen schweren Autounfall, bei dem er Beifahrer war, inkomplett querschnittsgelähmt. Durch seinen starken Willen schaffte er es, seine Beinkraft so wieder aufzubauen, dass er ohne Gehhilfe laufen und Radfahren kann. Sich selbst bezeichnete er in der Diskussion als „Lebenssportler“, der von seinem Sport auch leben kann.

Philipp, die durch eine neurologische Erkrankung körperlich eingeschränkt ist, arbeitet in der Apotheke ihres Mannes mit. Dieser ist auch ihre große Stütze, wie sie betonte. Ohne ihn könne sie ihren Sport nicht betreiben. Genauso wie Teuber erhofft sie sich mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Para-Wettkämpfe. Teuber wünscht sich dieselbe Anerkennung für alle: „Wir paralympische Sportler zeigen doch, dass Menschen mit Behinderung vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind.“

Sebastian Heise

Schlagworte Paralympics | Spitzensport | Inklusion | Michael Teuber | Elke Philipp | Miriam Janke | ConSozial | Messe

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