19. März 2018
VdK-TV

Die Erkrankung beginnt oft schleichend

VdK-TV berichtet über Nürnberger Modellprojekt für suchtgefährdete alte Menschen

Bei Schlafproblemen nimmt man Tabletten oder trinkt ein Gläschen Wein, doch irgendwann geht es nicht mehr ohne. Suchterkrankungen beginnen oft schleichend und betreffen auch ältere Menschen. VdK-TV berichtet in seinem Beitrag vom 23. April über das Modellprojekt „Hilfe für suchtgefährdete alte Menschen“ (SAM) der Stadtmission Nürnberg.

© AOK-Mediendienst

Suchterkrankungen im Alter sind ein Tabuthema. Doch viele ältere Menschen rutschen in die Abhängigkeit ab, beispielsweise aus Einsamkeit oder durch den Verlust des Partners. Auch über 60-Jährige können alkohol abhängig werden. In vielen Fällen bleibt die Erkrankung längere Zeit unentdeckt, etwa weil der Betroffene nur wenige Kontakte hat oder weil Beeinträchtigungen wie Gleichgewichtsstörungen oft dem Alter zugerechnet werden.

Eine Medikamentenabhängigkeit kommt bei älteren Menschen relativ häufig vor. Meist handelt es sich dabei um Benzodiazepine, Schmerzmittel oder sogenannte Z-Substanzen – Arzneimittel, die zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden und mit dem Buchstaben „Z“ beginnen. Und nicht zuletzt konsumieren manche Senioren illegale Drogen. In allen Fällen sollte unter ärztlicher Aufsicht eine stationäre Therapie gemacht werden.

Die Erfolgsaussichten sind gut. Oft sind vorübergehend Medikamente notwendig, um die Entzugssymptome zu lindern. Dabei geht es beispielsweise bei Alkoholikern nicht vorrangig darum, für immer „trocken“ zu werden, sondern möglichst wenige Rückfälle zu erleiden. Auch das Umfeld der Betroffenen muss in die Therapie mit einbezogen werden. Bisher gibt es nur wenige Pflegeeinrichtungen, die sich auf suchtkranke Menschen spezialisiert haben.

Hier setzt das Projekt SAM an. Die Stadtmission Nürnberg schult die leitenden Mitarbeiter der stationären und ambulanten Altenhilfeeinrichtungen, in denen die Senioren untergebracht sind, bei der Organisationsentwicklung für ihr Haus. Pflege- und Betreuungskräfte lernen, medikamenten-, alkoholabhängige sowie suchtgefährdete Menschen besser zu versorgen und zu verstehen. Bei vielen Menschen, die schon seit Jahren Alkohol und Medikamente missbrauchen, häufen sich die psychischen und physischen Probleme. Gerade für Angehörige ist das eine große Belastung. Um sie zu unterstützen, hat die Stadtmission eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.

Annette Liebmann

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