26. Januar 2017
VdK-TV

Die Arbeit gibt vielen Betroffenen Halt

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer psychischen Erkrankung sollte behutsam erfolgen

Psychische Erkrankungen sind nach wie vor ein Tabuthema. Dabei sind immer mehr Erwerbstätige betroffen. Burnout-Syndrom, Depressionen und Angststörungen können jeden treffen. Deshalb ist es wichtig, Arbeitnehmer nach einer Therapie wieder in den Beruf einzugliedern. VdK-TV zeigt im Beitrag vom 13. Februar, wie eine solche Rückkehr ablaufen kann.

Verena Rüger arbeitete als Friseurin. Sie liebte ihren Beruf, doch die vielen Geschichten und Probleme, die ihr während der Arbeit zugetragen wurden, setzten ihr immer mehr zu. Sie entwickelte eine soziale Phobie. Die ging schließlich so weit, dass sie nicht mehr als Friseurin arbeiten konnte. So wie Verena Rüger geht es vielen: Etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann leidet im Laufe des Lebens mindestens einmal an psychischen Erkrankungen.

Mittlerweile sind sie die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Doch in der Leistungsgesellschaft tun sich Menschen, die seelisch angeschlagen sind und deshalb hohen Belastungen möglicherweise nicht standhalten können, schwer. Menschen mit einer psychischen Erkrankung finden oft keine Arbeit. Viele arbeiten im Niedriglohnbereich oder in einer Behindertenwerkstatt. Dabei wäre mit etwas Unterstützung auch ein „normaler“ Job machbar. Eine regelmäßige Beschäftigung kann sogar zur Gesundung beitragen. Menschen mit einer psychischen Erkrankung erhalten durch sie nicht nur einen Rhythmus im Alltag, sondern stärken auch ihr Selbstbewusstsein und haben das Gefühl, zur Gesellschaft zu gehören.

Ein Wiedereinstieg in das Arbeitsleben sollte behutsam erfolgen. Das schreibt auch das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) vor. Ziel ist es, die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und einer erneuten Erkrankung vorzubeugen. Meist findet eine Wiedereingliederung stufenweise statt. Das heißt, die Anzahl der Arbeitsstunden wird reduziert und dann langsam gesteigert. Auch über Kurzpraktika können sich Betroffene dem Arbeitsleben wieder annähern. Oft ist nach überstandener Erkrankung aber eine berufliche Neuorientierung notwendig. Betroffene können dann eine Umschulung machen. Eine Chance, die auch Verena Rüger ergriff.

Unterstützung fand sie im Berufsförderungswerk Nürnberg (BFW), zu dessen Gesellschaftern auch der Sozialverband VdK Bayern gehört. In einem BFW-Lernbetrieb absolvierte sie eine zweijährige Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement. Die praxisorientierte Ausbildung schult neben fachlichem Können auch die berufliche Sozialkompetenz sowie Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit. Die Zeit beim BFW hat sich für Verena Rüger gelohnt: Noch während ihrer Umschulung unterschrieb sie einen neuen Arbeitsvertrag.

Annette Liebmann

Schlagworte VdK-TV | Programmvorschau

VdK INTERNET-TV

VdK-TV - Vorschau Oktober:

In unserem Videoportal unter www.vdktv.de sehen Sie aktuell diese Videos:

5. Oktober
Menschen mit Behinderung: Wie Assistenzhunde ihre Hundehalter beschützen und unterstützen.

12. Oktober
Soziale Gerechtigkeit: In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Anzahl an Sozialwohnungen nahezu halbiert. Der VdK fordert deshalb eine Wende in der Wohnungspolitik.

19. Oktober
Gedenkstätte Hadamar: Von 1941 bis 1945 wurden in der ehemaligen Landesheilanstalt Hadamar in Hessen rund 15000 Menschen ermordet. Sie fielen den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Mordprogrammen zum Opfer.

26. Oktober
VdK-Podcast: Im Podcast „In guter Gesellschaft – Verena Bentele fragt, wo’s hakt“ empfängt die VdK-Präsidentin wieder einen interessanten Gast, um mit ihm über Sozialpolitik zu diskutieren.

www.vdktv.de

VdK-Beiträge zu Corona

In der Corona-Krise hat sich der VdK Deutschland und damit auch VdK-TV den Veränderungen schnell angepasst. Der größte Sozialverband Deutschlands ist selbstverständlich nach wie vor für seine Mitglieder da. Dazu gehört auch, weiterhin auf allen Kanälen über aktuelle Themen zu informieren. Darüber hinaus ist es wichtig, den Blick auch auf positive Entwicklungen zu richten. Die Online-Beiträge finden Sie hier:

Aktuelle Infos sowie das Tagebuch „Verenas Lichtblick“: www.vdk.de/permalink/78840

Servicebeiträge, Verena Benteles Videobotschaften sowie leuchtende Beispiele zu Hilfsaktionen aus den VdK-Landesverbänden: vdktv.de/category/corona-krise

VdK-TV

Verantwortlich:
VdK-Medien- und Anzeigenverwaltung GmbH
Geschäftsführer: Michael Pausder
Schellingstraße 31
80799 München
E-Mail: tv@vdk.de

Presse
Symbolfoto: Unterlagen, eine davon mit dem Vermerk "Wichtig"
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden: Unsere Abteilung "Presse, PR, neue Medien" versorgt Journalistinnen und Journalisten mit aktuellen Pressemeldungen und Statements des Sozialverbands VdK Bayern.
VdK-Zeitung
Eine Frau und ein Mann lesen die VdK-Zeitung
Mit einer Druckauflage von 600.000 Exemplaren zählt die VdK-Zeitung zu den auflagenstärksten Printmedien in ganz Bayern. Alle VdK-Mitglieder bekommen sie zehnmal pro Jahr kostenlos per Post zugestellt.
VdK-TV
Die Videoprogramme des Sozialverbands VdK bieten spannende Interviews, aktuelle Reportagen und anschauliche Berichte. Sie sind über das Video-Portal VdK-TV jederzeit im Internet abrufbar.
Presse
Symbolfoto: Ein Briefumschlag mit einem großen @-Zeichen darin.
Wir bieten Ihnen zwei Newsletter an, die Sie kostenfrei abonnieren können: unseren Presse-Newsletter mit den aktuellen Pressemitteilungen des VdK Bayern und den monatlichen Newsletter.
Tipps und Termine
Symbolfoto: Ausgeschnittene Papiermännchen bilden einen Kreis
In unserer Rubrik "Tipps und Termine" stellen wir Ihnen aktuelle Neuigkeiten aus dem Verbandsleben, Aktionen, Veranstaltungen, Pressemitteilungen sowie Links zu interessanten Beiträgen vor.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.