20. Mai 2015
VdK-TV

Was Männer für die Gesundheit tun können

Regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen und ein gesunder Lebensstil sind besonders wichtig

Männer gelten als starkes Geschlecht. Doch sie bleiben von Zipperlein und Krebserkrankungen nicht verschont. Sie sollten auf ihren Körper achten und sich bei auftretenden Problemen so früh wie möglich um professionelle Hilfe kümmern. VdK-TV zeigt, worauf es dabei ankommt.

Frauen leben durchschnittlich etwa fünf Jahre länger als Männer. „Das liegt aber nur zu rund 20 Prozent an den Genen“, sagt der Internist Dr. Suso Lederle aus Stuttgart, der als VdK-Mitglied auch regelmäßig auf Verbandsveranstaltungen zu Gesundheitsfragen referiert. Die kürzere Lebenserwartung der Männer ist vor allem auf Lebensumstände wie anstrengende körperliche Arbeit, ungesunde Ernährung, Alkohol, Rauchen, Stress und zu wenig Bewegung zurückzuführen. Die Folgen sind Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2.

Vorsorgemuffel

Erschwerend kommt hinzu, dass Männer deutlich seltener zum Arzt gehen als Frauen und Gesundheitschecks wenig nutzen. „Sie sind Vorsorgemuffel und große Verdränger gesundheitlicher Probleme“, weiß Lederle aus der Praxis. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 60.000 Männer am Prostatakarzinom, das Inkontinenz und Impotenz zur Folge haben kann. 12.000 Betroffene sterben jährlich daran. Käme mancher Mann früher zur Vorsorgeuntersuchung, könnte das Schlimmste verhindert werden, ist Dr. Lederle überzeugt. Das gelte ebenso für die Darmkrebsvorsorge in Form der Darmspiegelung ab dem 56. Lebensjahr, sagt der Internist. Aber nur zehn bis zwölf Prozent der Männer machen davon Gebrauch.

Auch Männer kommen in die Wechseljahre. Die sogenannte Andropause dauert etwa vom 45. bis zum 65. Lebensjahr. Sie macht sich zum Beispiel durch Schwächegefühl und eine erhöhte Reizbarkeit bemerkbar. Der Stoffwechsel stellt sich um, da sich der Hormonhaushalt verändert. Die Spannkraft lässt nach, auch bezüglich der sexuellen Funktion. Besonders wichtig für die Potenz ist nämlich das Hormon Testosteron. Dr. Lederle empfiehlt den Patienten, in der Sprechstunde nicht lange drumherum zu reden. „Es gibt mehr Männer, die einen Hormonmangel haben, als man denkt“, sagt der Internist.

Der Hormonstatus lässt sich prüfen. Bei entsprechenden Beschwerden übernehme die Krankenkasse sogar die Kosten, so Dr. Lederle. Mit einer individuell abgestimmten, verantwortungsvollen Testosterongabe ließen sich bei Hormonmangel erstaunliche Verbesserungen erzielen. Wenn Potenzprobleme nicht hormonell bedingt seien, kämen auch andere Medikamente infrage. Zuvor müssten jedoch die Ursachen ermittelt werden, betont der Internist. So können sich beispielsweise Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 negativ bemerkbar machen, da sie die Gefäßqualität verringern. Auch Depressionen können sich entsprechend auswirken.

Lebensführung

Männer sollten generell auf eine gesunde Lebensführung achten und sich bei gesundheitlichen Problemen frühzeitig an den Hausarzt wenden. „Mann soll was tun!“, lautet der Appell des erfahrenen Arztes. Wer lediglich den Kopf in den Sand stecke und auf Zeit spiele, schade letztendlich nur sich selbst.

Sabine Kohls

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