24. Oktober 2013
VdK-TV

Erinnerungen wecken, nach vorne schauen

Erfahrene Trauerbegleiter stützen nicht nur Hinterbliebene – VdK-Internet-TV informiert über Angebote

Es müssen nicht gleich Tränen fließen. Manchmal bleibt die Trauer für Außenstehende vollkommen unsichtbar. Die einen machen den Verlust eines geliebten Menschen mit sich selbst aus. Andere wiederum brauchen Hilfe. Professionelle Trauerbegleiter wissen, dass Kummer viele Gesichter kennt, aber überwunden werden kann. Sie unterstützen die Betroffenen, wieder nach vorne zu blicken und dabei dem Verstorbenen ein Andenken zu bewahren. VdK-Internet-TV stellt im November einen Beitrag über Trauerbegleitung online.

Wieder Kraft schöpfen – das ist für Trauernde nicht leicht. Wer einen geliebten Menschen verloren hat, wird von professionellen Trauerbegleitern gestärkt, neue Lebensenergie zu entwickeln. | © fotolia.com/Jeanette Dietl


Wer einen menschlichen Verlust erleidet, braucht Zeit, um über den Schmerz hinwegzukommen. „Früher gab es den Brauch des Trauerjahrs. In diesem Zeitraum galt eine Schonfrist für den Hinterbliebenen. Heute wird man schon wenige Wochen nach dem Ereignis verblüfft angeguckt, wenn man zugibt, immer noch mit dem Verlust zu kämpfen“, sagt Karina Kopp-Breinlinger, Leiterin des Münchner Instituts für Trauerpädagogik (M. I. T.).

Man hat rasch wieder zu funktionieren, die Alltagspflichten rufen – in der Arbeit oder zu Hause. Mit der schnelllebigen Zeit kämen viele nicht zurecht, beobachtet die Pädagogin. In ihrem Kummer fühlen sie sich allein gelassen und ziehen sich zurück. Hier kann ein Trauerbegleiter eine große Hilfe sein. „Er hört zu, fragt auch mal nach, bewertet den Schmerz nicht und versucht, den Trauernden individuell zu stützen“, so Kopp-Breinlinger.

Trauertagebuch führen

„Die meisten Menschen, die sich für die Weiterbildung zum Trauerbegleiter interessieren, kommen beruflich häufig mit Verlust in Berührung – etwa psychosoziale Fachkräfte, Hospizhelfer, Seelsorger sowie Bestatter“, sagt die Pädagogin. Die ehrenamtlichen oder selbstständig tätigen Begleiter geben praktische Ratschläge, damit es den Betroffenen leichter fällt, bewusst Abschied zu nehmen. „Es kann sehr wertvoll sein, ein Trauertagebuch zu führen“, weiß Karina Kopp-Breinlinger. Die gemeinsam verbrachte Zeit Revue passieren zu lassen, stärkt. Es können aber auch ganz alltägliche Dinge helfen, den Schmerz zu verarbeiten. Warum nicht mal das Leibgericht des Verstorbenen kochen und sich dabei liebevoll an ihn erinnern?

Doch nicht jeder Schicksalsschlag hat mit dem menschlichen Sterben zu tun. „Abschiednehmen ist viel weiter zu fassen“, betont die Leiterin des Instituts für Trauerpädagogik in München. Sie nennt einige Beispiele: Ein Angehöriger ist an Demenz erkrankt. Man hat einen Teil des eigenen Körpers verloren, etwa durch eine Amputation. Ein Partner hat sich getrennt. Lebenspläne sind geplatzt. Der Job ist verloren. Plötzlich beginnt die Rente. Oder ein Haustier, das als langjähriger Weggefährte geschätzt wurde, ist gestorben. „Auch in solchen Fällen werden Trauer-Experten aktiv und begleiten durch die Lebenskrise“, weiß Karina Kopp-Breinlinger.

In der Gruppe oder einzeln

Die Trauerberatung ist als Einzelbegleitung oder in einer Trauergruppe möglich. Auf das Angebot werden die Betroffenen etwa durch Flyer hingewiesen, die in Hospizen, Krankenhäusern oder in Bestattungsinstituten ausliegen. Sie bekommen den Tipp aber auch von Krankenhaus-Seelsorgern und Kriseninterventionsteams. Mehr Infos zur Trauerbegleitung unter: www.mit-institut.de

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Schlagworte VdK-TV | Programmvorschau | VdK-Internet-TV | Trauerbegleitung

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Menschen mit Behinderung: Wie Assistenzhunde ihre Hundehalter beschützen und unterstützen.

12. Oktober
Soziale Gerechtigkeit: In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Anzahl an Sozialwohnungen nahezu halbiert. Der VdK fordert deshalb eine Wende in der Wohnungspolitik.

19. Oktober
Gedenkstätte Hadamar: Von 1941 bis 1945 wurden in der ehemaligen Landesheilanstalt Hadamar in Hessen rund 15000 Menschen ermordet. Sie fielen den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Mordprogrammen zum Opfer.

26. Oktober
VdK-Podcast: Im Podcast „In guter Gesellschaft – Verena Bentele fragt, wo’s hakt“ empfängt die VdK-Präsidentin wieder einen interessanten Gast, um mit ihm über Sozialpolitik zu diskutieren.

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Aktuelle Infos sowie das Tagebuch „Verenas Lichtblick“: www.vdk.de/permalink/78840

Servicebeiträge, Verena Benteles Videobotschaften sowie leuchtende Beispiele zu Hilfsaktionen aus den VdK-Landesverbänden: vdktv.de/category/corona-krise

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