28. August 2013
VdK-TV

Bei Stress frühzeitig die Notbremse ziehen

Beitrag über Migräne im VdK-Internet-TV – Wer an Kopfweh leidet, sollte seinen Alltag umstellen

Stechende Kopfschmerzen mit Schwindel und Brechreiz – rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Selbsthilfegruppen und Schmerzkliniken helfen den Betroffenen und ihren Angehörigen dabei, mit der Krankheit umzugehen.

© AOK-Mediendienst


Wichtig ist, dass die Patienten lernen, auf sich zu achten. Es entlastet etwa, wenn man die meist hohen Erwartungen an sich selbst herunterschraubt. Anlässlich des Deutschen Kopfschmerztags im September stellt das VdK-Internet-TV einen Beitrag über Migräne online.

Bevor das entsetzliche Kopfweh kam, war meist schon die Übelkeit im Anmarsch. Wenn Lucia Gnant erste Anzeichen einer Migräne verspürte, hat sie sich für Stunden, manchmal auch tagelang, im Schlafzimmer verkrochen – vorausgesetzt, sie war zu Hause. „In der Arbeit habe ich mich mit Schmerzmitteln vollgepumpt, um zu funktionieren“, erinnert sich die 63-Jährige.

Diese schlimmen Kopfweh-Phasen liegen mittlerweile hinter ihr. Denn seit drei Jahren ist sie die Anfälle los. Darüber ist sie bis heute so dankbar, dass sie sich an den Tag der letzten Migräne genau erinnert, auch an das Datum: „Es war der 7. Juli 2010.“ Dennoch beschäftigt die Erkrankung sie weiterhin stark: Lucia Gnant ist Vorsitzende der Migräne-Liga Deutschland. Im Verein ist sie sehr aktiv, hält Vorträge, gibt ihre Erfahrungen mit der Krankheit weiter und steht anderen Betroffenen für Fragen zur Verfügung.

Besuch beim Neurologen


Der richtige Ansprechpartner bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen ist der Neurologe, denn „Migräne ist eine chronisch-neurologische Erkrankung“, sagt Lucia Gnant. Vor dem ersten Gespräch mit dem Facharzt rät sie dazu, ein Tagebuch über die Anfälle zu führen. Wann genau tritt die Migräne auf, welche Reize verschlimmern die Schmerzen und wie lange dauern sie an? All diese Informationen seien für den Neurologen wichtig. In den meisten Fällen lassen sich die Symptome auf ein erträgliches Maß lindern.

Wer unter chronischen Kopfschmerzen leidet, sollte seinen Alltag umstellen, vor allem in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Job und Familie. Dazu gehöre auch, sich nicht zu überfordern und Wege der Entspannung zu finden. „Meist sind Migräne-Betroffene sehr leistungsorientiert. Ich musste lernen, bei Stress frühzeitig die Notbremse zu ziehen und auch mal Nein zu sagen“, erzählt Gnant. Da aller Anfang schwer ist, hat die Migräne-Liga auf ihrer Webseite einen Leitfaden mit Verhaltenstipps veröffentlicht. Die „Zehn goldenen Regeln für Migräne-Patienten“ bieten eine erste Orientierung. Jeder müsse aber seinen für ihn passenden Weg finden. „Es gibt kein Schema F“, betont Lucia Gnant.

100 Selbsthilfegruppen


„An sich selbst zu arbeiten ist mühsam“, weiß die 63-Jährige aus eigener Erfahung. Deshalb möchte sie anderen Menschen Mut machen, den Umgang mit der Erkrankung selbst in die Hand zu nehmen. Niemand ist auf sich allein gestellt. Gnant empfiehlt den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe. „Wir haben bundesweit über 100 Gruppen, die ehrenamtlich hervorragende Arbeit leisten“, betont sie. Mehr Infos erhalten Sie bei der

Migräne-Liga Deutschland e. V.
Pfälzer Straße 16, 69123 Heidelberg
Telefon (0 62 21) 7 59 40 02
E-Mail info@migraeneliga.com
Internet www.migraeneliga.com

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Schlagworte VdK-TV | September-Programm | Programmvorschau | Migräne | Kopfschmerzen

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