20. März 2013
VdK-TV

Behindertengerechte Städte sind attraktiv

Barrierefreiheit in Städten – VdK-Internet-TV stellt Projekte am Beispiel von Marburg vor

Neben attraktiven Wohnbedingungen, Kultur und Freizeitangeboten sowie guten Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Städte sich heute viel mehr daran messen lassen, wie stark sie auf Menschen mit Behinderung und Senioren eingestellt sind. Barrierefreiheit ist zum Qualitätsmerkmal geworden. Am Beispiel von Marburg zeigt das VdK-Internet-TV wegweisende Projekte zur Barrierefreiheit.

Die hessische Universitätsstadt ist vor allem durch die vielen Studenten geprägt, die im Frühling am Ufer der Lahn Lernpausen einlegen, um Kraft und Sonne zu tanken. Obendrein wurde Marburg letztes Jahr für einen europäischen Preis für Barrierefreiheit nominiert. Diese Nachricht verblüfft zunächst, denn die Innenstadt hat einen mittelalterlichen Charakter mit schmalen Gassen, steilen Treppen und Kopfsteinpflaster. Wer die historische Altstadt, auch Oberstadt genannt, im Rollstuhl erobern möchte, stößt schnell an Grenzen. Ungünstige Voraussetzungen also, um sich für den EU-Preis „Barrierefreie Stadt 2012“ zu qualifizieren. Dennoch gehörte Marburg unter den insgesamt 114 Bewerbern sogar zu den vier Finalisten für den Gesamtpreis. Das Team des VdK-Internet-TV hat sich die Angebote vor Ort zeigen lassen.

Was macht die Stadt besonders behindertenfreundlich? Bernd Duve kennt sich bestens aus, schließlich ist er Beauftragter für Barrierefreiheit des VdK-Bezirks Marburg des Landesverbands Hessen-Thüringen sowie Mitglied im Behindertenbeirat von Marburg. „Die Stadt bemüht sich schon seit langem auf allen Ebenen, den Ansprüchen von Menschen mit Behinderung und Senioren gerecht zu werden.“ Die hessische Stadt setzt etwa Niederflurbusse ein, die einen erleichterten Einstieg ermöglichen und hat zwei Aufzüge gebaut, mit denen man in die Oberstadt befördert wird. Duve lobt auch das Engagement für Menschen mit einer Sehbehinderung. „Es wird viel getan, um blinden und sehbehinderten Menschen eine gute Orientierung im Straßenverkehr und in der Stadt zu ermöglichen.“ Der Marburger Verein „Blista“, die Blindenstudienanstalt für blinde und sehbehinderte Menschen, hat einen dank Braille-Schrift ertastbaren Plan gestaltet, der das gesamte Stadtgebiet wiedergibt.

Aber auch eine Bildungseinrichtung hebt sich hervor: Unter dem Dach der Carl- Strehl-Schule, einer staatlich anerkannten privaten Förderschule mit dem Schwerpunkt Sehen, befindet sich das bundesweit einzige weiterführende Gymnasium für blinde und sehbehinderte Menschen. Prominente Absolventin ist Verena Bentele, mehrfache Paralympics-Siegerin im Biathlon und VdK-Mitglied. Die 31-Jährige lebt heute in München, ist aber immer noch vom behindertenfreundlichen Marburg begeistert. Der bereits drei Jahrzehnte währende Einsatz der Stadt für eine barrierefreie Infrastruktur hat auch die EU überzeugt. Die Begründung der Jury bei der Preisverleihung: „Wegen seines Engagements für die Barrierefreiheit, einer langfristigen Zukunftsstrategie und der beispielhaften Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in städtische Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit.“

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Schlagworte VdK-TV | VdK-Internet-TV | Videoportal | Barrierefreiheit | Menschen mit Behinderung | Senioren | barrierefreie Infrastruktur

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