27. März 2019
STATEMENT

VdK fordert eine solidarische Finanzierung der Pflege

Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats beschäftigt sich heute mit dem Entschließungsantrag der Länder Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg und Bremen zur grundlegenden Neuordnung der Pflegeversicherung. Das kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

© AOK-Mediendienst

"Wir begrüßen wie viele andere diese Initiative, deren Kern die Deckelung der Eigenanteile in der Pflege ist. Es ist wichtig, dass die notwendigen Maßnahmen der Konzertierten Aktion Pflege zur Verbesserung der Situation in der stationären Pflege nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Sie zahlen ohnehin schon viel und müssen häufig ihre gesamten Ersparnisse aufbrauchen. Der VdK begrüßt deshalb auch das im Antrag formulierte Vorhaben, die Eigenanteile auch in der ambulanten Pflege zu begrenzen.

Es ist wichtig, dass wir für gleiche Lebensverhältnisse sorgen. Denn die Kostensteigerungen in der Pflege machen nicht vor dem ambulanten Bereich halt, sondern zeigen sich zumeist durch Leistungsverzicht oder Selbstausbeutung der pflegenden Angehörigen. Auch deswegen sind für die häusliche Pflege noch einige Vorarbeiten wie zum Beispiel ein Bedarfsermittlungsverfahren zu leisten. Der VdK unterstützt auch die Forderung, die medizinische Behandlungspflege in Heimen von der Krankenversicherung finanzieren zu lassen. Damit ist sie nicht mehr Teil der gesamten Pflegekosten. Das ist systemgerecht und bedeutet eine finanzielle Entlastung der Pflegebedürftigen.

Dennoch sieht der VdK angesichts der drohenden Kostenexplosion in der Pflege großen Handlungsbedarf. Wir brauchen eine solidarische Finanzierung der Pflege, die die Lasten gerecht verteilt. Der VdK fordert neben Steuerzuschüssen, die die Mehrkosten der Pflegeversicherung ausgleichen, eine Pflegevollversicherung, damit die Eigenanteile nicht weiter steigen, sondern perspektivisch sinken. Die Länder fordern wir auf, endlich Ihrer Verpflichtung nachzukommen, eine angemessene pflegerische Infrastruktur durch Beteiligung an den Investitionskosten zu gewährleisten."

Schlagworte Statement | Pflege | Pflegeversicherung

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