4. Februar 2019
STATEMENT

Grundrente: Aufwertung niedriger Renten richtig und wichtig

04.02.2019 - Der Sozialverband VdK begrüßte das Konzept der Grundrente, das Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil aktuell vorgelegt hat. Demnach könnten Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 35 Beitragsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können und deren Rente unter 896 Euro liegt, einen Zuschlag erhalten. Die maximale Aufwertung könnte 447 Euro betragen. VdK-Präsidentin Verena Bentele kommentiert das Konzept wie folgt:

"Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das neu vorgelegte Konzept zur Grundrente. Der Verband hat sich seit langem dafür stark gemacht, dass die Rente von Geringverdienern aufgestockt wird. Arbeitnehmer müssen nach einem Leben voller Arbeit die Sicherheit haben, eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erhalten. Die Lebensleistung dieser Personen muss sich auch in einer ausreichenden Rente widerspiegeln. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass niedrige Renten nun aufgewertet werden sollen. Der VdK kritisiert aber die starren Zugangsvoraussetzungen von 35 Beitragsjahren und dass Zeiten von Arbeitslosigkeit nicht berücksichtigt werden sollen.

Auch unterstützt der VdK die geplante Finanzierung der Grundrente aus Steuermitteln. Es ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, Rentner mit niedrigen Renten zu unterstützen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. In diesem Zusammenhang fordert der VdK auch eine Reform der aktuellen Steuerpolitik. Es braucht mehr Umverteilung von oben nach unten, indem beispielsweise der Spitzensteuersatz angehoben wird. Zudem müssen Vermögende und reiche Erben stärker besteuert werden.

Langfristig muss es jedoch das Ziel sein, dass die Zahl der Bezieher einer solchen geplanten Grundrente zurückgeht. Dazu braucht es mehr Tarifbindung mit anständigen Löhnen und eine Erhöhung des Mindestlohns auf über 12 Euro, damit jeder nach einem Leben voller Arbeit automatisch eine Rente oberhalb der Grundsicherung erhält.“

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© S. Hofschläger/pixelio.de


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