7. Mai 2019
STATEMENT

VdK fordert höhere Löhne und gerechtere Steuerpolitik

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin steigt die Einkommensungleichheit trotz zunehmender Realeinkommen weiter an. Für die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist das Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1991 und 2016 gestiegen, im Durchschnitt um 18 Prozent.
Allerdings haben niedrige Einkommensklassen davon nicht profitiert. Die Armutsrisikoquote verbleibt im Jahr 2016 weiterhin bei einem Wert von 16,6 Prozent, im Vergleich zu rund elf Prozent Mitte der 1990er-Jahre. Dieses Ergebnis kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die neueste Studie des DIW zeigt, welche gravierenden Auswirkungen die Ausbreitung des Niedriglohnsektors hat. Der wirtschaftliche Aufschwung kommt bei den Menschen mit kleinen Löhnen und Renten nicht an, sie werden immer mehr abgehängt. Um die voranschreitende soziale Spaltung zu stoppen, brauchen wir dringend eine gerechte Steuerpolitik, einen Mindestlohn von 12,80 Euro und eine Stabilisierung der Renten. Die Studie zeigt aber auch, dass die rasant steigenden Mieten und die Verknappung von bezahlbarem Wohnraum sich zum neuen Armutsrisiko entwickeln. Wir brauchen dringend ein Maßnahmenpaket in der sozialen Wohnungspolitik und eine Stärkung der Mieterrechte.“

Schlagworte Statement | Einkommensungleichheit

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