1. Dezember 2021
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Kinder mit Behinderung werden in der Pandemie vergessen

VdK Bayern zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3.12.2021

Die vierte Corona-Welle ist dramatisch, gerade hier in Bayern. Leidtragende der Pandemie waren und sind auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Die Zahl der jungen Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen nimmt ebenfalls zu. Doch deren Notlagen werden kaum gesehen, kritisiert der Sozialverband VdK Bayern anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember.

Symbolfoto: Ein kleiner Junge mit Downsyndrom lernt konzentriert

„Diese jungen Menschen werden von der Politik einfach vergessen. Doch Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen und ihre Eltern brauchen in der Pandemie besonders viel Unterstützung, um nicht gänzlich unter die Räder zu kommen“, fordert VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder.

Die vergangenen zwei Jahre waren eine große Herausforderung. „Für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen war Homeschooling oft unmöglich. Zudem sind wichtige Therapiestunden wie Ergo- oder Physiotherapien häufig ausgefallen, Assistenzen fielen weg. Das hat diese Kinder in ihrer Entwicklung enorm zurückgeworfen, viele haben den schulischen und sozialen Anschluss verloren. Mühsam errungene Inklusion und Teilhabe wurden zerstört“, berichtet Michael Pausder.

Ein großes Problem ist die fehlende Entlastung für Eltern. Diese sind nach der langen Pandemiezeit von der zeitaufwendigen Pflege und Betreuung ihrer Kinder entkräftet. „Uns erreichen am VdK-Beratungstelefon immer wieder Anfragen von Eltern von Kindern mit Behinderung, die trotz langer Suche keinen geeigneten Kurzzeitpflegeplatz finden. In Bayern gibt es gerade mal eine Handvoll Angebote. Diese müssen dringend ausgebaut werden, sonst laufen die Eltern auf die totale Erschöpfung zu“, warnt Jan Gerspach, Ressortleiter „Leben mit Behinderung“ beim VdK Bayern. Er spricht sich auch gegen neue Schulschließungen aus, weil das diese Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern noch weiter in die Isolation treiben würde. „Mit den geeigneten Corona-Schutzmaßnahmen sollte ein Präsenzbetrieb in Schulen und Betreuungseinrichtungen so lange wie möglich aufrechterhalten werden“, sagt er.

Der VdK Bayern fordert zudem, die psychotherapeutische Versorgung von Kindern mit seelischen, geistigen und körperlichen Behinderungen auch während der Pandemie beizubehalten und Wartezeiten für Therapien zu verkürzen. Während der Pandemie haben psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter auffällig zugenommen. Immer mehr junge Menschen benötigen ambulante oder stationäre Therapien. Doch die Plätze für Notfälle in Bayern sind sehr knapp. Laut einer Anfrage an den Bayerischen Landtag besteht in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Fehlbedarf von 65 Betten. Zudem lag die Auslastung der vollstationären Kapazitäten bereits 2019 bei 91,7 Prozent und damit über dem in der Fachrichtung angestrebten Richtwert von 85 Prozent.

Seit 1993 soll mit dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung jedes Jahr am 3. Dezember das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung gestärkt werden.
Der Sozialverband VdK Bayern berät am Beratungstelefon „Leben mit Behinderung“ Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen und deren Angehörige rund um die Themen Teilhabe und Inklusion.

Telefon: (089) 2117-113

Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr und Donnerstag von 15:00 bis 18:00 Uhr
Email: lebenmitbehinderung.bayern@vdk.de

bsc

Schlagworte Pressemitteilung | Presse-Info | Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung | Corona

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