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Gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land schaffen

Mehr als die Hälfte der bayerischen Bürgerinnen und Bürger lebt auf dem Land. Doch immer mehr zieht es in die Städte, und der ländliche Raum droht zu verfallen. Vor allem die ältere Bevölkerung ist regelrecht abgehängt: kaum Busse und Bahnen, weite Wege zu Ärzten und Apotheken, kein Supermarkt und keine Bank mehr weit und breit. Der VdK Bayern fordert:

© Matchka/pixelio.de
  • Verfassungsauftrag umsetzen
    Seit 2013 hat die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Bayern Verfassungsrang. Gerade Ältere und Menschen mit niedrigen Einkommen laufen aber große Gefahr, in ländlichen Regionen auf der Strecke zu bleiben. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, damit in allen Regionen lebendige Dörfer erhalten bleiben.
  • Gesundheit aufs Land bringen
    Jede Woche muss in Bayern eine Hausarztpraxis mangels Nachfolger schließen. Auf dem Land ist das besonders fatal. Staatliche Fördermaßnahmen und eine realistische Bedarfsplanung müssen dafür sorgen, dass sich genügend Ärzte niederlassen wollen. Da häufig auch kleine Krankenhäuser schließen, müssen die Lücken etwa mit Gesundheitszentren geschlossen werden, die unter einem Dach verschiedene Facharztpraxen und Therapieangebote vereinen.
  • Unternehmen und Handwerk fördern
    Arbeitsplätze vor Ort sind die beste Absicherung gegen die Verödung auf dem Land. Wo Arbeit ist, bleiben junge Menschen und erhält sich die Infrastruktur. Die Staatsregierung muss Unternehmen und Handwerksbetriebe, die sich im ländlichen Raum ansiedeln wollen, gezielt fördern. Dazu gehören finanzielle Hilfen, aber auch der Ausbau von Verkehrswegen und des digitalen Netzes.
  • Pflegerische Versorgung verbessern
    Der VdK begrüßt zwar die Ankündigung der Staatsregierung, 500 Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen. Diese müssen aber auch in den ländlichen Regionen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig muss das Angebot an ambulanter Pflege ausgebaut werden. Auf dem Land sind die Wege oft so weit, dass es sich für Pflegedienste finanziell nicht lohnt, Patienten zu versorgen, die abseits wohnen. Oftmals müssen Pflegebedürftige dann sogar in ein Pflegeheim umziehen.
  • Unterstützung ausbauen
    Der VdK fordert, pro Landkreis einen Pflegestützpunkt einzurichten, um für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen neutrale Anlaufstellen für die Beratung in allen Pflegefragen zu schaffen. Hier sollten auch die Informationen über Betreuungs- und Entlastungsangebote, etwa für Haushaltshilfen, zusammengeführt werden. Auf diese besteht bereits ab Pflegegrad 1 in häuslicher Pflege ein Rechtsanspruch – unabhängig vom Wohnort. Der VdK fordert den Freistaat auf, die bislang absurd hohen bürokratischen Hürden für Anbieter solcher Dienstleistungen abzubauen.


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„Soziales Bayern jetzt!“, fordert der Sozialverband VdK Bayern in seiner Aktion zur Landtagswahl 2018. Besonderen politischen Handlungsbedarf sieht der VdK bei der Armutsbekämpfung, der Realisierung von Barrierefreiheit und der Entwicklung des ländlichen Raums. | weiter

Schlagworte Entwicklung des ländlichen Raums | Pflegestützpunkte | Kurzzeitpflege | Gesundheit | Handwerk

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Hier können Sie den Forderungskatalog des VdK Bayern zur Landtagswahl 2018 als PDF-Datei herunterladen:

  • Forderungskatalog LTW 2018 (457,31 KB, PDF-Datei)

    Bayern muss sozialer werden.
    Forderungen des Sozialverbands VdK Bayern zur Landtagswahl 2018


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