7. August 2013
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VdK fordert Schutzschirm für Mütter

Soziale Gerechtigkeit ist Kernthema der Generation 50plus

07.08.2013 – „Es reicht!“ und „Endlich handeln!“ – so deutliche Worte hatten die Politiker bei den Großveranstaltungen des VdK Bayern mit mehreren tausend Teilnehmern im Vorfeld der Bundestagswahlen vom Publikum nicht erwartet. „Rente und Pflege lieferten den größten Zündstoff“, berichtete Ulrike Mascher, Vorsitzende des Sozialverbands VdK Bayern auf der heutigen Pressekonferenz des VdK in München.

Das Thema Mütterrenten stand im Fokus der diesjährigen Sommerpressekonferenz des VdK Bayern. Die Fragen der Journalisten beantworteten (von links): VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und Dr. Bettina Schubarth, Pressesprecherin des VdK Bayern. | © van Rooij

2,4 Millionen Menschen in Bayern sind über 65 Jahre alt. „Mit diesen potenziellen Wählerinnen und Wählern sollte man es sich nicht verscherzen“, warnte Mascher. Die Neurenten für Männer sind 2012 in Bayern mit 941 Euro unter die 1000-Euro-Grenze gerutscht. Die Mini-Rentenerhöhung von 0,25 Prozent schürt die Enttäuschung über die Regierenden gewaltig an, fasste Mascher die Stimmung an der VdK-Basis zusammen. Der VdK fordert eine Rückkehr zum Prinzip der dynamischen Rente: „Wenn die Löhne um 3 Prozent steigen, müssen auch die Renten um 3 Prozent steigen.“

Altersarmut ist vor allem weiblich. Unter den Beziehern von Grundsicherung im Alter in Bayern stellen Frauen über 65 die größte Gruppe. Die Armutsgefährdungsquote der über 65-jährigen Frauen im Freistaat liegt aktuell bei 23,1 Prozent. Viele von ihnen wären durch eine Höherbewertung von Kindererziehungszeiten in der Rente um einiges besser gestellt als heute. „Wir brauchen einen Schutzschirm für Mütter“, forderte die VdK-Landesvorsitzende. „Alle Mütter, unabhängig davon, wann sie Kinder bekommen und großgezogen haben, und ob sie bereits in Rente sind oder nicht, sollen insgesamt drei Kindererziehungsjahre angerechnet bekommen. Und zwar ab 2014. Ältere Mütter haben schon lange genug auf Gerechtigkeit gewartet.“


Eine Million Rentnerinnen könnten nach Schätzungen des VdK in Bayern von einer solchen Regelung profitieren. Bei den Mütterrenten dürfe es kein Hin und Her mit der Finanzierung geben, warnte Mascher: „Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Finanzierung muss deshalb über Steuermittel erfolgen und nicht aus Mitteln der Beitragszahler in der Rentenversicherung.“
Die Bilanz der Pflegepolitik fällt nach Meinung des VdK auch sehr mager aus. Mascher bezeichnete die politische Rangelei um die Pflegekosten zur Besserstellung von Demenzkranken in der Pflegeversicherung als „unwürdige Hinhaltetaktik“. Der VdK fordert, dass eine neue Bundesregierung im Herbst einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sofort auf den Weg bringt.

Ob AZ, Münchner Merkur oder TZ: Am nächsten Morgen schaffte es der Sozialverband VdK Bayern mit dem Thema Rente auf die Titelseiten der drei großen Münchner Tageszeitungen. | © van Rooij

Soziale Gerechtigkeit ist für eine kritisch gewordene Generation 50plus ein zentrales Lebensthema. „Der große Erfolg unserer VdK-Kampagne zur Bundestagswahl zeigt auch, dass sich die Menschen einmischen wollen, Politik ist ihnen nicht egal“, erklärte VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder ebenfalls auf der Pressekonferenz. Mit 625 000 Mitgliedern habe der VdK Bayern auch die Stärke, sich einzumischen. Seit Anfang 2013 konnten 30 000 Neuaufnahmen verzeichnet werden. Pausder warnte: „Sollten die sozialpolitischen Wahlkampfversprechen nicht bis zum Jahreswechsel 2014 auf den Weg gebracht sein, dann wollen die VdK-Mitglieder öffentlich protestieren, und das werden wir dann auch organisieren.“

Dr. Bettina Schubarth

Schlagworte Altersarmut | Mini-Rentenerhöhung | Mütterrenten | Pflegepolitik | dynamische Rentenanpassung | VdK-Aktion „Endlich handeln!“ | Demenzkranke | Rentner in Bayern

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