2. November 2012
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Sozialverband VdK fordert Rentenpolitik, die Altersarmut verhindert

02.11.2012 - „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung endlich ihren Rentenstreit beilegt und jetzt die richtigen Weichen im Kampf gegen die Altersarmut stellt“, fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, im Vorfeld der für Sonntag angesetzten Koalitionsrunde.

Mascher weist darauf hin, dass durch eine weitere Rentenniveauabsenkung auf 43 Prozent, wie sie bis 2030 geplant ist, immer mehr Bevölkerungsgruppen in den Sog der Altersarmut geraten könnten. „Auch wer sein Leben lang einigermaßen mit seinem Lohn über die Runden gekommen ist, könnte im Alter arm sein, weil die Rente wegen der Niveauabsenkung kleiner wird als heute gedacht“, warnt sie und fordert deshalb ein Einfrieren des Rentenniveaus bei den heutigen 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns.

Seit Jahren fordere der VdK die Weiterentwicklung der Rente nach Mindesteinkommen: „Das schafft einen sozialen Ausgleich für diejenigen Erwerbstätigen, die im Niedriglohnbereich für Hungerlöhne weit unter 10 Euro arbeiten“, erklärt Mascher.

Die VdK-Präsidentin kritisiert außerdem, dass die derzeit diskutierten Konzepte von CDU, CSU und SPD die Bestandsrentner völlig außer Acht lassen. „Besonders bitter“ sei dies für die Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben und jetzt schon Rente beziehen. Unter dieser Gruppe findet man häufig arme Rentnerinnen, dennoch tauchen sie in keinem der bisher vorgestellten Rentenkonzepte auf. Mascher: „Es geht um Gerechtigkeit: Es darf keine Trennung zwischen den heutigen und den künftigen Rentenbezieherinnen geben. Allen Müttern müssen drei statt einem Jahr Kindererziehungszeit pro Kind bei der Rente angerechnet werden.“

Um Altersarmut zu verhindern, muss auch die Situation von Erwerbsminderungsrentnern verbessert werden. „Die Rentenabschläge von derzeit 10,8 Prozent müssen abgeschafft werden, um der bedrückenden Armut dieser Betroffenen, die aufgrund von erheblichen gesundheitlichen Belastungen nicht mehr erwerbstätig sein können, entgegenzuwirken“, so Mascher. Um die Zahl der Frühverrentungen zu verringern, muss nach Ansicht des Sozialverbands VdK eine ausreichende Finanzierung von Rehabilitation stattfinden. „Der sogenannte ‚Reha-Deckel‘, der die Ausgaben für wichtige Rehabilitationsmaßnahmen derzeit streng limitiert, muss wegfallen, oder zumindest deutlich angehoben werden, um mehr Menschen von beruflichen und medizinischen Wiedereingliederungsmaßnahmen profitieren zu lassen“, fordert die VdK-Präsidentin.

Michael Pausder

Schlagworte Altersarmut | Rente | Erwerbsminderungsrente

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