1. Oktober 2012
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Erfolgreicher Aktionstag „Umfairteilen – Reichtum besteuern“

Mehr als 1000 Menschen protestierten in München gegen soziale Ungleichheit

Die Protestveranstaltung war Teil des bundesweiten Aktionstags "Umfairteilen – Reichtum besteuern", zu dem Bürgerinnen und Bürger am 29. September 2012 in mehr als 40 Städten aufgerufen wurden.

Ob Mietmarkt oder Altersarmut – auch in einer wohlhabenden Metropole wie München sind soziale Ungleichheiten deutlich zu spüren. In der Landeshauptstadt wurde die Kundgebung vom Bündnis "München sozial" organisiert, dem mehr als 60 Organisationen angehören. Unterstützt wurde die Aktion unter anderem von der Caritas, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Mieterverein München und dem Sozialverband VdK. Gemeinsam forderten sie unter anderem eine Vermögenssteuer und sagten Steuerflucht und Steueroasen den Kampf an. Die Veranstaltung moderierte Karin Majewski, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Oberbayern.

Unterstützten die Protestveranstaltung zum bundesweiten Aktionstag "Umfairteilen" am Münchner Karlsplatz/Stachus tatkräftig (von links): Michael Pausder, stellvertretender VdK-Landesgeschäftsführer und Pressesprecher des Sozialverbands VdK Deutschland, VdK-Präsidentin Ulrike Mascher sowie Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mietervereins München e. V. | © Foto: Antritter


Zur Eröffnung sagte Norbert J. Huber, Geschäftsführer der Caritaszentren München Stadt/Land und Sprecher des Bündnisses "München sozial": "Wir werden nicht locker lassen, damit der Sozialstaat erhalten bleibt. Der Ausweg aus der Wirtschafts- und Finanzkrise heißt Umverteilung. Übermäßiger Reichtum und Finanzspekulationen müssen endlich versteuert werden."

Als prominente Befürworterin der Aktion "Umfairteilen" trat VdK-Präsidentin Ulrike Mascher um 12 Uhr ans Rednerpult. Sie betonte eingangs, weshalb der Aktionstag "Umfairteilen" so wichtig ist: "Die Schere zwischen Arm und Reich geht von Jahr zu Jahr weiter auf." Es gäbe nur eine Möglichkeit, diese Entwicklung zu stoppen: "Steuergerechtigkeit. Wir fordern eine faire Besteuerung des Reichtums." Mit ihren eindringlichen Worten erntete sie Beifall der Versammelten.

Zudem forderte Ulrike Mascher, dass Altersarmut bekämpft werden müsse, auch im Freistaat: "Bayern ist kein weiß-blaues Rentnerparadies. Fast jeder Fünfte über 65 ist nach dem letzten Sozialbericht der Staatsregierung armutsgefährdet." Auch die prekäre Situation von pflegebedürftigen Menschen und ihren pflegenden Angehörigen wurde von der VdK-Präsidentin angeprangert. Daher ihr Appell: "Es muss mehr Geld in die Pflegeversicherung. Ihre Leistungen sind seit ihrer Einführung 1995 nahezu unverändert geblieben, von Kostendeckung oder auch nur einer halbwegs gerechten Anerkennung von Pflegearbeit sind wir meilenweit entfernt." Die Zuschauer pflichteten ihr mit Applaus und Pfiffen bei.


Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mietervereins München e. V., richtete ihr Augenmerk auf die Ungerechtigkeiten am Münchner Mietmarkt: "Es kann nicht sein, dass Menschen, die in München leben, mehr als die Hälfte ihres monatlichen Einkommens für die Miete ausgeben müssen." Um die Lage zu verbessern, fordert der Mieterverein München deshalb konkret die Abschaffung der Modernisierungsumlage sowie eine Deckelung der Miet- und Bodenpreise. "Nur so ist die Preisspirale einigermaßen in den Griff zu bekommen", sagte Zurek.

Aktionen auf zwei Bühnen mit Musik und unterhaltsamen Darbietungen banden das Publikum bis 13.30 Uhr immer wieder mit ein. Für Stimmung sorgten etwa die bayerische Musikgruppe "Less is more" mit ihren rockigen Stücken, die zum Mitsingen und Tanzen animierten, sowie der BISS-Chor mit ironisch-politischen Liedern.

Bundesweit gingen am Aktionstag "Umfairteilen – Reichtum besteuern" mehr als 40.000 Menschen gegen Sozialabbau auf die Straße. (Michael Pausder)
www.umfairteilen.de

Schlagworte Aktionstag "Umfairteilen – Reichtum besteuern" | Protestveranstaltung | München | VdK | Bündnis "München sozial" | Sozialabbau

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