27. Juli 2012
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Altersarmut in Bayern: Keine Besserung in Sicht

Sozialverband VdK fordert Eindämmung von Niedriglöhnen

27.07.2012 - Alt, krank und alleinstehend – so lauten die größten Risikofaktoren für Armut in Bayern. „In Sachen Altersarmut hat sich in Bayern offensichtlich nichts getan“, kommentierte die VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher Vorabberichte in den Medien zu den Zahlen des dritten Berichts zur sozialen Lage in Bayern. Den Bericht stellt Sozialministerin Christine Haderthauer heute auf einer Pressekonferenz vor.

Die Problemlage in Bayern sei nach wie vor dieselbe wie seit einigen Jahren, so Mascher weiter: „Bayern nimmt in Deutschland in Sachen Altersarmut eine traurige Spitzenposition ein. Und das Fatale ist, dass sich daran wohl so schnell nichts ändern wird. Denn der Niedriglohnbereich wächst in Bayern rasant. Und aus Niedriglöhnen werden Mini-Renten. Altersarmut ist also auch für die Zukunft vorprogrammiert.“ In diesem Zusammenhang wiederholte sie die Forderung des Sozialverbands VdK nach Einführung eines Mindestlohns, „der es realistisch ermöglicht, eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu erwirtschaften“.

Mascher forderte die Staatsregierung außerdem auf, „tragfähige Konzepte gegen Altersarmut zu entwickeln“. Dazu gehören nach Meinung des Sozialverbands VdK auch mehr Anstrengungen in der Bildungspolitik, die Zahlen der Jugendlichen ohne Schul- und Bildungsabschluss zu reduzieren: „Es muss das Ziel sein, dass jeder junge Mensch in Bayern sich eine solide berufliche Zukunft aufbauen kann.“

Michael Pausder

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