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VdK warnt vor wachsender Altersarmut in Bayern

Niedrige Renten und hohes Armutsrisiko im Freistaat

Der Sozialverband VdK prangert die wachsende Altersarmut in Bayern an. 423 000 Rentnerinnen und Rentner in Bayern leben unterhalb der Armutsgrenze. 19,1 Prozent der Rentner im Freistaat sind armutsgefährdet, in Oberbayern und Niederbayern sogar über 20 Prozent.

Die Armutsgefährdungsquote aller über 65-Jährigen in Bayern liegt bei 18,6 Prozent, im Bundesdurchschnitt sind es nur 15 Prozent. Und: In keinem anderen Bundesland ist die durchschnittliche Altersrente bei Männern niedriger als in Bayern. Mit 983 Euro im Durchschnitt liegt Bayern im Ländervergleich bei dieser Rentenart an letzter Stelle. Bei den Altersrenten für Frauen rangiert Bayern bundesweit auf Rang 10. Die durchschnittliche Altersrente für Frauen im Freistaat beträgt 496 Euro.

Diese Zahlen präsentierte VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher auf einer Pressekonferenz des Sozialverbands VdK Bayern in München und bezog sich dabei auf Statistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund sowie den Jahresbericht der Bayerischen Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern 2010.

Mascher: „Die Staatsregierung darf sich nicht damit abfinden, dass die bayerischen Rentner zu den ärmsten in Deutschland gehören. Altersarmut muss ressortübergreifend bekämpft werden. Zusätzliche Belastungen der Rentner durch Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung oder durch Maßnahmen des Sparpakets der Bundesregierung, wie zum Beispiel die Streichung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger, müssen vom Tisch. Und da ist auch die CSU als Koalitionspartner in der Bundesregierung gefordert.“

Die VdK-Vorsitzende forderte die Einsetzung eines Armutsbeauftragten der Staatsregierung, der alle Gesetzesentwürfe auf Armutsfestigkeit abklopft. Mascher machte sich auch für eine nachhaltige Bildungs- und Beschäftigungspolitik stark, die junge Menschen ebenso wie ältere Arbeitnehmer in die Lage versetzt, für ihr Alter selbst vorsorgen zu können. „Mit Niedriglohnpolitik kann das nicht funktionieren“, betonte Mascher.

Michael Pausder

Schlagworte Altersarmut

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