6. Juli 2010
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Sozialverband VdK lehnt steigende Zusatzbeiträge ab

Ulrike Mascher: „Einseitige Belastungen von Arbeitnehmern und Rentnern sind nicht akzeptabel“

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, lehnt die heute angekündigte Erhöhung und vollständige Freigabe der allein von Arbeitnehmern und Rentnern zu zahlenden Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung ab. Der pauschale Zusatzbeitrag von 8 Euro ohne Einkommensprüfung kann demnach in Zukunft deutlich steigen – unabhängig vom Einkommen. Ein Sozialausgleich ist erst vorgesehen, wenn der Zusatzbeitrag zwei Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens übersteigt.

Ulrike Mascher erklärte: "Der geplante einkommensunabhängige Zusatzbeitrag wirkt sich besonders drastisch bei den Beziehern mittlerer und niedriger Einkommen aus. Damit werden ausgerechnet diejenigen, die durch die vergangenen Gesundheitsreformen, sinkende Löhne und Rentennullrunden ohnehin Kaufkraftverluste hinzunehmen haben, überproportional belastet."

Der paritätisch finanzierte Beitragssatz wird nach den Plänen der Koalition auf 14,6 erhöht, der Arbeitgeberanteil wird auf die Höhe von 7,3 Prozent festgeschrieben. Der nur vom Arbeitnehmer finanzierte Sonderbeitrag von 0,9 Prozent bleibt erhalten. "Das bedeutet, dass zukünftige Ausgabensteigerungen allein durch die Zusatzbeiträge der Versicherten finanziert werden. Das ist nicht akzeptabel", sagte Mascher weiter.

Michael Pausder

Schlagworte Zusatzbeiträge | Gesetzliche Krankenversicherung | Beitragssatz

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