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VdK empört über Sparpläne bei der Pfennigparade

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: Jetzt trifft die Finanzkrise die Schwächsten der Gesellschaft

Die Schwächsten der Gesellschaft sollen die Zeche zahlen: Der Sozialverband VdK Bayern ist empört über die Pläne des Bezirks Oberbayern, in der Pfennigparade-Werkstatt in München bei Pflege, Betreuung und arbeitsbezogener Förderung drastische Sparmaßnahmen anzusetzen. „Die Erfüllung sozialer Aufgaben darf wegen der Finanzkrise nicht unter die Räder kommen“, betonte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher heute in München. Die Pläne für die Pfennigparade zeigten, wohin die Marschrichtung gehe: zu einschneidenden Kürzungen im sozialen Bereich. „Der VdK ist der Auffassung, dass angesichts der dreistelligen Milliardenbeträge, die der Staat für bankrotte Geldinstitute bereithält, nicht willkürlich an anderen Ecken gespart werden darf. Es darf nicht sein, dass die Schwächsten der Gesellschaft jetzt die Suppe auslöffeln müssen.“ Mascher weiter: „Jetzt sollen Stellen gestrichen werden bei Menschen, die mit schwersten körperlichen Behinderungen in der Werkstatt für behinderte Menschen der Stiftung Pfennigparade beschäftigt sind. Die Begründung klingt wie Hohn: Die Behinderten seien bisher überversorgt.“ Man mache es sich zu einfach, wenn man willkürlich auf Kosten von Menschen mit Behinderung ein Streichkonzert beginne. Was wäre die bittere Wahrheit für die Betroffenen? Sie müssten ihr selbst bestimmtes Leben, das sie sich bisher mit Hilfe von Betreuungskräften hart erarbeitet haben, aufgeben. Und diese Betreuungskräfte wiederum, von einem Viertel der Mitarbeiter ist die Rede, würden den Arbeitsplatz verlieren.

Schlagworte Pfennigparade | Pflege | Betreuung | Werkstatt

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