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VdK: Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben

Ulrike Mascher warnt vor Beitragserhöhungen für Versicherte

Als unakzeptabel bezeichnete der Sozialverband VdK die heute prognostizierten umfangreichen Beitragserhöhungen für Versicherte. Laut Medienberichten erwartet der Spitzenverband der Krankenkassen, dass sich im nächsten Jahr nahezu alle gesetzlich Versicherten auf höhere Zusatzbeiträge einstellen müssen. Demnach drohe den Krankenkassen im kommenden Jahr ein Defizit von 7,5 Milliarden Euro, das gut zur Hälfte durch Steuermittel ausgeglichen werden soll. Rein rechnerisch ergibt das verbleibende Defizit eine Zusatzbelastung für die Kassenmitglieder von durchschnittlich gut sechs Euro, das einkommensunabhängig von jedem gezahlt werden muss.

"Das ist eine schöne Bescherung für die Versicherten vor Weihnachten", erklärte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Sie forderte die Bundesregierung erneut auf, den gesamten Fehlbetrag von 7,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln auszugleichen. "Gesundheit darf nicht noch stärker vom Geldbeutel des Patienten abhängig werden. Sie sind in den vergangenen Jahren oft genug zur Kasse gebeten worden. Ein solcher Zusatzbeitrag belastet vor allem Bezieher niedriger Einkommen und Rentner überproportional", betonte Mascher.

"Damit das Gesundheitssystem solidarisch bleibt, muss die Bundesregierung auch in Zukunft auf weitere Einschnitte im Gesundheitswesen, mehr Zuzahlungen, einer höheren Praxisgebühr, eine Zusatzprämie und Leistungskürzungen verzichten", erklärte Mascher weiter.

Cornelia Jurrmann

Schlagworte Gesundheit | Beitragserhöhung | Gesundheitssystem

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