30. Oktober 2009
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VdK: Rentendämpfungsfaktoren abschaffen

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher warnt vor Nullrunden in Folge

Der Sozialverband VdK zeigt sich besorgt über die mögliche Rentenentwicklung der nächsten Jahre. „Auch wenn die Rentengarantie der Bundesregierung das Schlimmste verhindert, nämlich eine Kürzung der Renten, so drohen dennoch mehrere Nullrunden oder Mini-Rentenerhöhungen in Folge“, erklärte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

Nach Medienberichten rechnet die Bundesregierung wegen der hohen Zahl der Kurzarbeiter für 2009 mit einem Minus von 0,5 Prozent bei der Lohnentwicklung. Dies hätte ohne die Einführung einer Rentenschutzklausel in 2010 eine entsprechende Rentenkürzung zur Folge gehabt.

Der VdK gibt sich aber mit dieser Garantie, den Rentenzahlbetrag nicht zu kürzen, nicht zufrieden: „Um die Rentner in Zukunft an dem erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung auch wieder teilhaben zu lassen, müssen die Rentenkürzungsfaktoren – wie der Riester-, der Nachhaltigkeits- und der Ausgleichsfaktor – wieder abgeschafft werden“, erklärte die VdK-Chefin.

Ohne die Beseitigung der Kürzungsfaktoren würden den Rentnerinnen und Rentnern in den nächsten Jahren wieder zahlreiche Nullrunden drohen. Mascher: „Die Rentnerinnen und Rentner haben in den letzten sechs Jahren bereits drei Nullrunden in Folge und zusätzliche Belastungen im Gesundheitsbereich hinnehmen müssen. Rentner gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die bereits vor der Krise am kräftigsten zur Kasse gebeten wurden. Jetzt droht angesichts der Koalitionspläne eine weitere erhebliche Belastung für die Rentner in der Kranken- und Pflegeversicherung. Deshalb muss man ihnen wenigstens für die Zukunft wieder Rentensteigerungen analog zur Lohnentwicklung garantieren.“

mpa

Schlagworte Rentengarantie | Nullrunden | Kürzungsfaktor

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