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VdK: Keine Entwarnung für Rentner und Patienten

Kaufkraftverluste drohen durch Nullrunden und Zusatzbeiträge

Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, begrüßte die Rentenerhöhung und die Senkung der Krankenkassenbeiträge zum 1. Juli, warnte jedoch vor zukünftigen Belastungen der Rentner und Patienten: „Da die Renten mit einem Jahr Verzögerung auf die Lohnentwicklung reagieren, profitieren die Rentnerinnen und Rentner in diesem Jahr noch etwas vom bis 2008 dauernden Aufschwung. Spätestens nächstes Jahr wird die Krise dann aber auch die Rentner erfassen. Nullrunden und steigende Krankenkassenbeiträge drohen, mitten in der Krise voll auf die Kaufkraft durchzuschlagen", erklärte Mascher heute in Berlin.

Der VdK befürchtet, dass der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise die Einnahmen weg brechen. Nach Schätzungen der AOK würden im nächsten Jahr sieben Milliarden Euro und im übernächsten Jahr 13 Milliarden Euro fehlen. Mascher: „Die Krankenkassen werden sich das Geld über Zusatzbeiträge wieder hereinholen.“ Im Durchschnitt drohen den Versicherten laut Berechnungen der AOK im Jahr 2010 Zusatzbeiträge von 11,60 Euro pro Monat, die je nach Kasse und Einkommen auch deutlich höher liegen können. Die Zusatzbeiträge sind allein von den Arbeitnehmern und Rentnern zu zahlen, die Arbeitgeber bleiben außen vor.

Der Sozialverband VdK fordert deshalb ein Einspringen des Staates: „Die Bundesregierung muss die Finanzlöcher in der Gesetzlichen Krankenversicherung durch Steuerzuschüsse ausgleichen. Ein Darlehen ist keine Lösung, sondern verschiebt die Probleme nur ins nächste Jahr. Höhere finanzielle Belastungen der Patienten durch Zusatzbeiträge wären Gift für die Konjunktur“, betonte Mascher.

Michael Pausder

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