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VdK fordert „Arzt im Pflegeheim“

Ulrike Mascher: „Jetzt die richtigen Lehren aus dem Ärztestreik ziehen“

Der Sozialverband VdK Bayern kritisierte die unzureichende ärztliche Versorgung von Menschen in Alten- und Pflegeheimen. VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher: „Wir haben keinerlei Verständnis für Ärzte, die aus finanziellen Gründen Besuche bei Patienten in Pflege- und Altenheimen verweigern. Honorarstreitigkeiten dürfen nicht auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden.“

Mascher forderte, aus dem Verhalten der Fachärzte die richtigen Lehren zu ziehen und plädierte dafür, künftig Ärzte direkt in Pflegeheimen fest anzustellen. Dies würde die medizinische Versorgung der Heimbewohner nachhaltig verbessern und langfristig Kosten bei den Krankenkassen sparen. Durch einen festangestellten Arzt im Pflegeheim müssten kranke Bewohner viel seltener in ein Krankenhaus überwiesen werden, erläuterte die VdK-Chefin.

Bei einem erfolgreich durchgeführten Modellprojekt in einem Heim der Arbeiterwohlfahrt in München konnten durch den „Arzt im Pflegeheim“ 200.000 Euro im Jahr für Krankentransporte und Klinikaufenthalte der Patienten eingespart werden. Auch ist der Medikamentenverbrauch der Heimbewohner nachweislich gesunken.

Die VdK-Vorsitzende appellierte deshalb an die Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung, den „Arzt im Pflegeheim“ in bayerischen Einrichtungen zu installieren. Mascher: „Bayern sollte sich ein Beispiel an Berlin nehmen, wo bereits 40 Pflegeheime sehr erfolgreich mit festangestellten Ärzten arbeiten, wovon die Pflegebedürftigen als auch die Krankenkassen gleichermaßen profitieren.“

Michael Pausder

Schlagworte ärztliche Versorgung | Pflegeheim | Pflege- und Altenheime | Modellprojekt | Arzt im Pflegeheim | Pflegebedürftige

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