14. Oktober 2021
Presse

Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses „Bildungszeit für Beschäftigte in Bayern“

  • 24 Verbände fordern CSU zum Handeln auf!
  • Beschäftigte brauchen bezahlte Freistellung für Weiterbildung
© VdK

Am 14.10.2021 trafen sich Vertreter*innen des Bündnisses „Bildungszeit für Beschäftigte in Bayern“ mit dem Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, und dem Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner. Dem Bündnis gehören 24 bayerische Verbände aus den verschiedensten Ehrenamts-Bereichen an. Sie fordern eine gesetzliche bezahlte Bildungsfreistellung für Beschäftigte für die berufliche, politische und die Weiterbildung für das Ehrenamt an fünf Tagen im Jahr.

Am Gespräch nahmen, stellvertretend für das Bündnis, die Spitzen von DGB Bayern, KDFB Bayern, VdK Bayern, Bayerischer Trachtenverband, Bayerischer Jugendring und dem Landeskomitee der Katholiken teil.

„Die CSU sollte jetzt nicht weiter auf der Bremse stehen, sondern zügig ein Bildungszeitgesetz für Bayern in den Landtag einbringen“, fordert die kommissarische Vorsitzende des DGB Bayern, Verena Di Pasquale. „Alle anderen demokratischen Parteien im Landtag stehen mittlerweile hinter der Forderung nach einer gesetzlichen Bildungsfreistellung für Beschäftigte. Dieser breiten und bunten Lobby kann sich auch die CSU nicht verschließen. Sie muss endlich handeln!“

Eva Gottstein, stellvertretende KDFB-Vorsitzende, sagt dazu: „Ich bin überzeugt davon, dass eine Unterstützung der Ehrenamtlichen in Bayern durch eine Bildungsfreistellung an der Zeit ist – die Ehrenamtlichen sind eine tragende Säule der Gesellschaft, wie sich auch in der Corona-Krise eindrucksvoll gezeigt hat."

Insbesondere für Frauen sei eine gerechte Bildungsteilhabe von großer Bedeutung, da sie nicht selten, z.B. durch Familienpausen, keine linear verlaufende Lebensbiographie haben, betont die stellvertretende KDFB-Vorsitzende Sabine Slawik die Wichtigkeit eines Bildungszeitgesetzes für den Frauenbund (KDFB).

Auch der Sozialverband VdK Bayern unterstützt das Anliegen. Landesvorsitzende Ulrike Mascher: „Mit Blick auf den sozial-ökologischen Wandel muss dringend mehr getan werden, um alle Menschen in Weiterbildung zu bringen. Vor allem Beschäftigte in kleineren und mittleren Betrieben nehmen bisher viel zu wenig an Weiterbildungen teil. Deswegen brauchen wir eine gesetzlich verankerte bezahlte Freistellung.“

Dr. Elfriede Schießleder, stellvertretende Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken, ergänzt: „Das gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Leben wird immer mehr Flexibilität von uns verlangen. Ein gesetzlicher Anspruch auf Bildungszeit kann die notwendige fachliche und politische Weiterbildung in Beruf und Ehrenamt gewährleisten.“

Der Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbands, Günter Frey, macht deutlich, dass die Ehrenamtlichen vor großen Herausforderungen stehen: „Ein Bildungszeitgesetz ist wichtig, weil die Arbeit ehrenamtlich engagierter Menschen durch Rechts- und Versicherungsfragen sowie durch gesellschaftspolitische Themen umfassender und komplizierter geworden ist.“ Er verweist auf den großen Nutzen, den diese Fortbildungen auch für Arbeitgeber*innen haben.

Das sieht auch Matthias Fack so, der als Präsident des Bayerischen Jugendrings von den positiven Erfahrungen mit dem Jugendarbeitfreistellungsgesetz berichtet und aus Sicht der Jugend auch auf die große Bedeutung von politischer Weiterbildung für eine starke demokratische und partizipative Gesellschaft verweist.

bsc

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