8. September 2021
Presse

VdK fordert Mindestlohn von über 13 Euro

VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2021 „Sozialer Aufschwung JETZT!“ in Deggendorf – Schwerpunkte auf Rente und Altersarmut

Die Tournee durch die bayerischen VdK-Bezirke neigt sich langsam dem Ende zu. Am 8. September machte die deutschlandweite VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2021 „Sozialer Aufschwung jetzt!“ in Deggendorf im Bezirk Niederbayern Station. Die Schwerpunkte lagen dort auf den Themen Rente und Altersarmut. So zeigte sich VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher alarmiert, dass die Zahl der armutsgefährdeten Seniorinnen und Senioren in Deutschland seit Jahren ansteigt. Mit Blick auf den Freistaat sagte sie: "Im reichen Bayern waren im Jahr 2019 22,0 Prozent aller Menschen über 65 Jahre von Armut gefährdet." Bei der anschließenden Podiumsdiskussion in den Stadthallen Deggendorf knirschte es gewaltig zwischen den Diskussionsteilnehmern. Vor allem Max Straubinger von der CSU eckte bei Publikum und VdK-Präsidentin Verena Bentele an.

Videoaufzeichnung der Veranstaltung:


VdK-Veranstaltung zur Bundestagswahl - Deggendorf (Niederbayern)

<< 1/8 >>

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Niederbayern (von links): Muhanad Al-Halak von der FDP, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl von der SPD, Matthias Schwinger von Bündnis 90/Die Grünen, VdK-Präsidentin Verena Bentele, VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher, Josef Ilsanker von den Linken, BR-Moderatorin Sybille Giel, VdK-Bezirksgeschäftsführer Franz Herrmann sowie das Mitglied des Bundestags Max Straubinger von der CSU.
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009958GAL1631187525.jpg?v=0
  • Willkommen in der großen VdK-Familie: Michael Pausder freute sich, BR-Moderatorin Sybille Giel als neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Giel hatte sich kurz vor Beginn der Deggendorfer Veranstaltung spontan entschlossen, in den Sozialverband VdK einzutreten.
    Michael Pausder und Sybille Giel
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009960GAL1631187541.jpg?v=0
  • VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder kritisierte den Niedriglohnsektor. "Fast 20 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Deggendorf werden mit Niedriglöhnen abgespeist."
    VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009963GAL1631187568.jpg?v=1
  • VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher nahm zu den sozialpolitischen Forderungen des VdK Stellung. Besonders bekümmerten sie die vielen Renterinnen und Renter, die von ihren kleinen Renten nicht leben können - und das trotz eines Lebens voller Arbeit. Und akutelle Zahlen geben ihr Recht: "Es ist nicht verwunderlich, dass bei einer aktuellen GfK-Umfrage 65 Prozent der heute 18- bis 32-Jährigen angaben, sich Sorgen vor drohender Altersarmut zu machen.
    VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009959GAL1631187532.jpg?v=0
  • Bei Ulrike Maschers Rede klatschte das niederbayerische Publikum immer wieder zustimmend Beifall.
    Blick ins Publikum
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009964GAL1631187579.jpg?v=0
  • Bei der sozialpolitischen Podiumsdiskussion wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien gefragt, in welcher Höhe der Mindestlohn ihrer Ansicht nach angemessen sei. Ihre Antwort schrieben sie auf gelbe Zettel. So plädierte Josef Ilsanker von den Linken (links) für eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde. Rita Hagl-Kehl von der SPD (rechts) erhöhte noch um einen Euro, auf 13 Euro pro Stunde. Damit lagen diese beiden Parteien nahe an den Forderungen des VdK, der sich dafür einsetzt, dass der Mindestlohn auf über 13 Euro pro Stunde angehoben wird.
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009962GAL1631187559.jpg?v=0
  • In Deggendorf war ein Team von Donau-TV vor Ort und filmte die Veranstaltung in den Deggendorfer Stadthallen.
    TV-Team
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009957GAL1631187515.jpg?v=0
  • Die Werbetrommel zur deutschlandweiten VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2021 „Sozialer Aufschwung jetzt!“ wurde kräftig gerührt - beispielsweise mit Stickern und Taschen mit den Slogans.
    Sticker und Tasche mit Aufschrift „Sozialer Aufschwung jetzt!“
    /sys/data/3/galerien/575/dim_1_00009965GAL1631187589.jpg?v=0

Bei der Podiumsdiskussion in den Stadthallen Deggendorf vor einem 100-köpfigen Publikum knirschte es gewaltig zwischen den Diskussionsteilnehmern. Max Straubinger von der CSU eckte mit seinem brüsken Auftreten und seinen Ansichten bei Publikum und VdK-Präsidentin Verena Bentele an. Deggendorf war auf der bayerischen Tournee zur deutschlandweiten VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2021 „Sozialer Aufschwung JETZT!“ am 8. September die vorletzte Station. Die Schwerpunkte beim VdK in Niederbayern lagen auf den Themen Rente und Altersarmut. VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder kritisierte den Niedriglohnsektor scharf. „Fast 20 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Deggendorf werden mit Niedriglöhnen abgespeist.“

Vermögen umverteilen

Mit Blick auf die Schere zwischen Arm und Reich, die immer weiter auseinandergeht, sagte Paus­der: „Der Sozialverband fordert eine Umverteilung, die Reichen nicht weh tut und Ärmeren hilft, insbesondere Familien mit Kindern und Alleinerziehenden. Und zwar durch eine einmalige Vermögensabgabe auf Vermögen, das über einem Freibetrag von mindestens einer Million Euro liegt. Das würde weniger als ein Prozent der Bevölkerung betreffen.“ Selbstgenutztes Wohneigentum sei natürlich davon ausgenommen, beruhigte Pausder das Publikum.

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher zeigte sich sehr betroffen, dass die Zahl der armutsgefährdeten Seniorinnen und Senioren in Deutschland seit Jahren ansteigt. Mit Blick auf den Freistaat sagte sie: „Im reichen Bayern waren im Jahr 2019 22 Prozent aller Menschen über 65 Jahre von Armut bedroht.“ Viele Rentnerinnen und Rentner können trotz eines Lebens voller Arbeit von ihren Renten nicht leben. Mascher verwies auf aktuelle Zahlen: „Es ist nicht verwunderlich, dass bei einer GfK-Umfrage 65 Prozent der heute 18- bis 32-Jährigen angaben, sich Sorgen vor drohender Altersarmut zu machen. Diese Sorgen sind leider berechtigt“, warnte Ulrike Mascher.

Ein Instrument im Kampf gegen Altersarmut ist der Mindestlohn. Der VdK hat immer wieder kritisiert, dass der derzeitige Mindestlohn deutlich zu niedrig ist, um vor Altersarmut zu schützen. Der Sozialverband setzt sich dafür ein, dass dieser auf über 13 Euro pro Stunde angehoben wird. Bei der sozialpolitischen Podiumsdiskussion wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien von Moderatorin Sybille Giel gebeten, die Höhe des „Wunsch-Mindestlohns“ auf einen großen, gelben Zettel zu schreiben.

So plädierte Josef Ilsanker von den Linken für eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde. Rita Hagl-Kehl von der SPD erhöhte noch um einen Euro, auf 13 Euro pro Stunde. Damit lagen diese beiden Parteien sehr nahe an den VdK-Forderungen.

Kontroverse Diskussion

CSU-Kandidat Max Straubinger hingegen war der Überzeugung, dass es keiner Anpassung bedarf. Überhaupt konnte er sich mit kaum einer der sozialpolitischen Forderungen des VdK anfreunden. Mit seinem etwas brüsken Auftreten zog er sich auch den Unmut bei Teilen des niederbayerischen Publikums und bei der Podiumsrunde zu. In der Diskussion ging es zwischen den Teilnehmenden sehr lebhaft zur Sache.

Abschließend brachte Bentele noch einmal die VdK-Kernstücke auf den Punkt: „Wir fordern eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen, auch Selbstständige, Beamtinnen und Beamte, Politikerinnen und Politiker. Ganz wichtig ist uns auch, dass das Rentenniveau auf 53 Prozent erhöht wird. Zudem kämpfen wir für eine gerechtere Steuerpolitik. Vermögen muss dringend umverteilt werden. Die Zahl der Millionäre hat sich in Angela Merkels Amtszeit verdoppelt“, gab sie zu bedenken.

Elisabeth Antritter

Schlagworte VdK-Veranstaltung zur Bundestagswahl | Mindestlohn | Altersarmut | Rente

Pressekontakt

Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VdK Bayern:


Pressearchiv

Ältere Pressemeldungen des VdK Bayern:


Pressemitteilungen des VdK Deutschland

Pressemitteilungen des VdK Deutschland:
www.vdk.de/de889

Dieses Element enthält Daten von Twitter. Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser Inhalt angezeigt wird.

Twitter-Tweets anzeigen

Presse-Newsletter des VdK Bayern

Symbolfoto: Ein Briefumschlag mit einem großen @-Zeichen darin.
© S. Hofschläger/pixelio.de

Unser Service für Journalisten: Melden Sie sich zu unserem Presse-Newsletter an und verpassen Sie keine Meldung mehr rund um den Sozialverband VdK Bayern. Hier geht's zur Anmeldung:

Presse
Symbolfoto: Unterlagen, eine davon mit dem Vermerk "Wichtig"
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden: Unsere Abteilung "Presse, PR, neue Medien" versorgt Journalistinnen und Journalisten mit aktuellen Pressemeldungen und Statements des Sozialverbands VdK Bayern.
VdK-Zeitung
Eine Frau und ein Mann lesen die VdK-Zeitung
Mit einer Druckauflage von 600.000 Exemplaren zählt die VdK-Zeitung zu den auflagenstärksten Printmedien in ganz Bayern. Alle VdK-Mitglieder bekommen sie zehnmal pro Jahr kostenlos per Post zugestellt.
VdK-TV
Die Videoprogramme des Sozialverbands VdK bieten spannende Interviews, aktuelle Reportagen und anschauliche Berichte. Sie sind über das Video-Portal VdK-TV jederzeit im Internet abrufbar.
Presse
Symbolfoto: Ein Briefumschlag mit einem großen @-Zeichen darin.
Wir bieten Ihnen zwei Newsletter an, die Sie kostenfrei abonnieren können: unseren Presse-Newsletter mit den aktuellen Pressemitteilungen des VdK Bayern und den monatlichen Newsletter.
Tipps und Termine
Symbolfoto: Ausgeschnittene Papiermännchen bilden einen Kreis
In unserer Rubrik "Tipps und Termine" stellen wir Ihnen aktuelle Neuigkeiten aus dem Verbandsleben, Aktionen, Veranstaltungen, Pressemitteilungen sowie Links zu interessanten Beiträgen vor.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.