27. März 2020
Presse

Der Rentenkommission fehlt Mut

Für eine Erwerbstätigenversicherung

"Keine visionären Ideen, kein Mut!“ So kommentiert die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele, den Bericht der Rentenkommission, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Bentele vermisst konkrete Empfehlungen für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge:

Bericht der Rentenkommission - Verena Bentele: "Keine visionären Ideen, kein Mut"

Die Rentenkommission hat am 27. März ihren Bericht zur Zukunft der Altersvorsorge vorgelegt. Demnach soll das künftige Rentenniveau zwischen 44 und 49 Prozent liegen. Der Sozialverband VdK hält das für inakzeptabel. Das erklärt die VdK-Präsidentin Verena Bentele im folgenden Statement.

„Dem Bericht der Rentenkommission fehlen die Visionen für einen Systemwechsel. Für eine zukunftssichere Rente müssen endlich alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einzahlen, also auch Beamtinnen und Beamte, Selbständige und Politikerinnen und Politiker. Die gesetzliche Rentenversicherung muss zu einer Erwerbstätigenversicherung werden.“

Immerhin habe die Kommission sich mit dem Thema beschäftigt. Die Idee werde im Bericht erwähnt, so Bentele: „Es ist ein Erfolg des VdK, dass die Einbeziehung von Beamten und Politikern durch unsere Kampagne nun auch im Rentenbericht zur Sprache kommt. Die Kommission gibt sogar zu, dass es dafür Argumente gibt. Leider drückt sie sich vor einer klaren und mutigen Empfehlung. Ausdrücklich begrüßen möchte ich, dass kein höheres Renteneintrittsalter empfohlen wird. Das hätte für viele Menschen eine Rentenkürzung bedeutet. Es ist ein Erfolg des VdK, dass diese faktische Rentenkürzung verhindert werden konnte.“

Nach den Vorschlägen des Gremiums soll das künftige Rentenniveau zwischen 44 und 49 Prozent liegen. Das sei zu wenig, so Bentele weiter. Unter 48 Prozent dürfe das Rentenniveau nicht sinken. Nötig seien mittelfristig 50 Prozent. Im Bericht fehlen zudem Verbesserungen für die Erwerbsminderungsrentnerinnen und –rentner, die vor Januar 2019 entsprechende Leistungen bezogen. Sie erhalten wen iger Geld als Neurentner. Der VdK und der Deutsche Sozialverband bringen diese Ungleichbehandlung vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Vage bleibt der Bericht auch mit Blick auf Lösungen für die Zeit nach dem Jahr 2025.

Dazu Verena Bentele: „Die Rentenkommission verschiebt die ungelösten Probleme der Altersvorsorge nun in einen Beirat, der weitere Rentenvorschläge machen soll. Wir fordern, dass wir in diesen Beirat einbezogen werden. Als größte Interessensvertretung von über 2 Millionen Menschen, die wenig Rente haben oder erwerbsgemindert sind, bringen wir eine wichtige Perspektive ein. Vieles ist noch zu tun für eine zukunftsfeste Altersvorsorge. Wir brauchen hier eine große Rentenreform. Und dafür setzen wir uns weiter mit aller Kraft ein.“

Schlagworte Presse-Statement | Bericht der Rentenkommission | Erwerbstätigenversicherung

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