12. Mai 2015
Leben im Alter

Tipps zum Wohnen im Alter

Viele Zuhörer verfolgten Vortrag beim VdK

Die Infoveranstaltung „Wohnen im Alter – zuhause daheim“ hat viele Zuhörer in die VdK-Landesgeschäftsstelle gelockt. Im Downloadbereich unten finden Sie die Unterlagen zum Vortrag zum herunterladen.

Zunächst gab der Chefarzt der Geriatrischen Fachklinik Neuburg, Dr. Not-Rupprecht Siegel, einen Überblick über die gesundheitlichen Veränderungen des alternden Menschen und deren Auswirkungen auf die Selbstständigkeit. Siegel führte aus, dass die Lebenserwartung der Menschen steigt und es aufgrund des Geburtenrückgangs verhältnismäßig mehr ältere Menschen in Deutschland gibt. Deswegen „können wir nur hoffen, dass genügend Menschen nach Deutschland kommen, die uns im Alter versorgen“, sagte Siegel.

Gleichzeitig sei es wichtig, den Wohnraum so umzugestalten, dass die Menschen trotz der schwindenden Leistungsfähigkeit im Alter zuhause wohnen bleiben können. Der oberste Leitsatz sei: „Wenn der Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich seiner Umgebung anzupassen, muss sich die Umgebung an den Menschen anpassen.“ Es dürfe keine „Alten-Ghettos“ geben, sagte Siegel. Jeder solle in seiner gewohnten Umgebung bleiben können. Es gelte der Satz: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“

Yvonne Knobloch, die das Ressort „Leben im Alter“ im VdK-Landesverband leitet, sprach sich auch dafür aus, die vorhandenen Wohnungen anzupassen. Nicht nur aus denselben Gründen wie Dr. Siegel, sondern auch, „weil gar nicht so viele neue Wohnungen gebaut werden können, wie es nötig ist“. Knobloch empfahl, sich zunächst in der Wohnung und bei den Zugängen einen Überblick zu verschaffen, welche Veränderungen und Umbauten notwendig sind.

Viele Dinge wie Stolperfallen könnten einfach behoben werden. Manche Umbauten sind komplizierter und teurer, wie zum Beispiel ein Bad-Umbau oder eine Hebebühne am Hauseingang. Hilfsmittel, die eine entsprechende Hilfsmittelnummer besitzen, kann der Hausarzt verordnen, erläuterte Knobloch. Sie empfahl, sich beim Sanitätshaus genau zu informieren und das Gerät zu testen. Zusammen mit einem Kostenvoranschlag reicht das Sanitätshaus die Verordnung bei der zuständigen Kranken- oder Pflegekasse ein.

Wer Informationen oder Ansprechpartner zu dem Thema sucht, kann montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr das Beratungstelefon „Pflege und Wohnen“ des VdK Bayern unter der Telefonnummer (089) 2117-112 anrufen oder eine E-Mail an lebenimalter.bayern@vdk.de schicken.

Download

Hier können Sie die Unterlagen zum Vortrag "Wohnen im Alter - zuhause daheim" herunterladen:


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Sebastian Heise

Schlagworte Wohnen im Alter | Barrierefreiheit | Vortrag

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