1. Februar 2020
VdK-Zeitung

Kreisvorsitzender Ronald Weinschenk wurde 70!

Ende Januar 2020 vollendete Ronald Weinschenk sein 70. Lebensjahr. Der Kreisvorsitzende von Aalen, VdK-Mitglied seit 1988, kann auf eine fast drei Jahrzehnte währende ehrenamtliche VdK-Arbeit zurückblicken.

© Jakkapan | unsplash.com


Zunächst hatte Weinschenk 1991 als Beisitzer in Hüttlingen/Abtsgmünd begonnen, ehe er dort die Geschicke als Vorsitzender von 1995 bis 2016 lenkte. An der Spitze des Kreisverbands Aalen steht der frühere Konzernschwerbehindertenvertrauensmann von Carl Zeiss schon seit 2008. 2008 hatte zudem Weinschenks Engagement im Bezirksverbandsvorstand von Nordwürttemberg begonnen, das bis 2016 währte.

Untrennbar mit dem Namen Ronald Weinschenk verbunden ist dessen zukunftsweisende Behindertenarbeit im VdK-Landesverband, aber auch bei Carl Zeiss und in weiteren Gremien sowie in seinem Heimatort. In seiner Zeit als VdK-Landesobmann der Schwerbehindertenvertrauenspersonen (2000 bis 2013) gab der damals 50-Jährige der VdK-Behindertenarbeit ganz wesentliche Impulse. So ist Weinschenk Initiator, Ideengeber und langjähriger Moderator der VdK-Landesschulung für Behinderten- und Personalvertreter, die seit Langem alljährlich im Juli stattfindet. Denn Ronald Weinschenk hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Landesobmann im Jahr 2000 die Idee zu dieser damals völlig neuen VdK-Veranstaltung, die dann bereits im Folgejahr zunächst in Reutlingen mit zugleich 300 Teilnehmern erfolgte, später in Leinfelden-Echterdingen und seit 2008 in der Harmonie Heilbronn stattfindet – mit seit Langem gut 500 Teilnehmern.

Der neue Landesobmann der Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen, Joachim Steck, würdigte seinen Amtsvorgänger Ronald Weinschenk mit den Worten: „Gemeinsam haben wir uns für die Belange von behinderten und schwerbehinderten Menschen eingesetzt. Drei Dinge waren uns immer wichtig: Die Situation für Betroffene zu verbessern, den Mitgliedern zu helfen und uns für die Verbreitung von Wissen einzusetzen. Hier warst Du treibende Kraft für innovative Ideen und individuelle Lösungen, die den Sozialverband VdK als Behindertenverband weiter nach vorne gebracht haben“.

Landesgeschäftsführer Hans-Josef Hotz schrieb zum 70. Geburtstag von Weinschenk: „Ronald Weinschenk war und ist mit seinem äußerst innovativen Einsatz immer seiner Zeit voraus. So kümmerte er sich schon früh um das Thema Barrierefreiheit und trat mit Konsequenz und Beharrlichkeit für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen insbesondere im Berufsleben ein. Er trug damit maßgebend zur erfolgreichen und vorbildlichen Inklusionsarbeit seines ehemaligen Arbeitgebers bei. Er hat aber auch die Behindertenarbeit des Sozialverbands VdK sehr nachhaltig in Baden-Württemberg befördert. Unsere bemerkenswert erfolgreichen Schulungsveranstaltungen für die Schwerbehindertenvertretungen gehen unstreitig auf seine Initiative zurück. Darüber hinaus gehört er mit seinem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement zu den ‚Menschen des guten Willens‘, ohne die in unserer Gesellschaft vieles überhaupt nicht mehr möglich wäre“.

Denn auch bei der Carl Zeiss AG hatte der Behinderten-, Renten- und Sozialexperte wichtige Akzente gesetzt, Integrationsvereinbarung, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) bekanntgemacht und dann für die nötige betriebliche Umsetzung gesorgt.

Vielseitig für den VdK aktiv: Ronald Weinschenk (links) mit seinen Mitstreitern vom Kreisverband Aalen. | © VdK


Unvergessen sind auch Weinschenks Einsatz beim „Tag der Menschen mit Behinderung“ im Landtag von Baden-Württemberg und beim BEM-Netzwerk. Darüber hinaus kann der jetzt 70-Jährige auf viele Jahre als aktiver Gewerkschafter, Betriebsrat, Vertrauensmann, Rentenberater aber auch als Ehrenamtlicher Sozialrichter in Ulm und später sogar am Bundessozialgericht (BSG) zurückblicken. Seit Langem moderiert er das Tagesseminar für Behinderten- und Personalvertreter, das der VdK-Kreisverband Aalen alljährlich in der Hüttlinger Limeshalle in Kooperation mit Gewerkschaften und weiteren Partnern durchführt.

In Hüttlingen sorgt Weinschenk dafür, dass das Thema Barrierefreiheit schon seit Mitte des vorletzten Jahrzehnts immer wieder auf die Agenda kommt. 2008, bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuz‘ an Ronald Weinschenk, hatte denn auch der damalige Staatssekretär Dieter Hillebrand Jubilar Weinschenk bescheinigt, mit seinem äußerst umfangreichen Einsatz immer seiner Zeit voraus zu sein.

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