1. November 2019
VdK-Zeitung

Mitglied Emma Hahn feierte ihren 100. Geburtstag:
Ein aktives Leben einer außergewöhnlichen Frau

Ihr 100. Lebensjahr vollendete Mitte September Emma Hahn. Das Mitglied von Unterkochen-Ebnat konnte den besonderen Ehrentag in großer Runde feiern. Ihr Ortsverband erinnerte gegenüber der VdK-Zeitung an das nicht immer leichte Leben der außergewöhnlichen Frau.

100er-Jubilarin Emma Hahn. | © privat


Geboren 1919 in Aalen, wollte Hahn als Kind unbedingt Ordensschwester werden. Eine Krankheit änderte jedoch diese Lebensplanung. Der Vater nahm die schwer erkrankte Emma aus dem Orden. Später folgten Schulabschluss und Lehre. Die willensstarke junge Frau hatte für sich aber anderes im Sinn und schulte bei der Volksbank Aalen um. 1943 folgten die Hochzeit mit Otto Hahn und, nur einen Monat später, ein schwerer Schicksalsschlag: Der junge Ehemann verlor in der Ukraine durch eine Granate sein Augenlicht. So wurde Emma Hahn „der leitende Faktor im Leben der Familie“, betonte ihr Ortsverband. Auch um den Hausbau 1952 habe sie sich gekümmert und der Familie, in die zwei Söhne und eine Tochter geboren wurden, so einen gesicherten Platz beschert. Heute kann die Geburtstagsjubilarin mit Stolz das Leben von sieben Enkeln und drei Urenkeln verfolgen.

Im Rückblick auf ihr Leben sagt Emma Hahn heute: „Die Kriegsverwundung war trotz des Unglücks und des großen Leids, in gewissem Sinne, ein Glück für unsere Ehe, da Otto nicht mehr in den unsäglichen Krieg zurückkehren musste und diese schwere Zeit überleben konnte“. Die Kinder und gute langjährige Freunde wie Pfarrer Sieger Köder, Eugen Hafner und weitere Vertraute seien für sie und ihren Mann „einer der Bausteine“ für glückliche und frohe Zeiten gewesen. 1966, nach dem Tod ihres Mannes, brachte sich Hahn mit großem sozialen Engagement in die Gemeinde Unterkochen und in die Region Aalen ein.

So fungierte sie bis ins hohe Alter als Begleitperson für blinde und behinderte Menschen. Emma Hahn begleitete diese Menschen auch auf Reisen durch Europa mit dem Höhepunkt, einer Papstaudienz in Rom 1988. Ebenso war die jetzt 100-Jährige in der Nachbarschaftshilfe in Unterkochen tätig. Und sie machte noch den Abschluss als Schwesternhelferin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Sie habe sich damit einen persönlichen Wunsch aus ihrer Jugend erfüllt, schrieb ihr Ortsverband der Redaktion.

Fortan übernahm Hahn Sitzwachen auf der Krankenhaus-Intensivstation. Auch war sie als Übungsleiterin im Seniorensport für blinde Menschen aktiv. Und nicht nur das: In vielen umliegenden Gemeinden wurden kurzerhand auf Emma Hahns Initiative hin Senioren-Gymnastikgruppen ins Leben gerufen und von der Jubilarin, solange es ihr möglich war, auch persönlich geleitet. Nach einem häuslichen Unfall mit schwerem Oberschenkelhalsbruch lebt Hahn in einem Altenheim. Dabei erfreut sie sich einer geistigen Fitness und denkt auch gerne an ihren 97. Geburtstag zurück, als sie mit Schwiegersohn Peter am Steuerknüppel einen Rundflug über ihren geliebten Ostalbkreis unternahm.

Jetzt, zum 100. Geburtstag, wünschte sich Emma Hahn, dass es anstelle von Geschenken Spenden geben möge – beispielsweise für das DRK-Glückstaxi, wo für Menschen noch letzte Wünsche erfüllt werden. „Wir freuen uns und sind sehr stolz, eine so soziale und engagierte Frau als gute Verbandsfreundin in unseren Reihen zu haben“, schrieb der VdK Unterkochen-Ebnat.

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