1. Oktober 2019
VdK-Zeitung

Auf Konzertierte Aktion der Minister folgte Konzertierte Aktion der Betroffenenverbände

Ebenfalls mit einer Konzertierten Aktion Pflege reagierten im Sommer mehrere gesellschaftliche Organisationen und Sozialverbände Baden-Württembergs wie der VdK auf die „Konzertierte Aktion Pflege“ der Bundesminister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Hubertus Heil, Franziska Giffey und Jens Spahn, die unter anderem die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern wollen, um dem großen Personalmangel zu begegnen.

Landesvize Werner Raab vertrat VdK-Pflege-Positionen auf der Landespressekonferenz | © Dr. Siefert / VdK


(Anmerkung der Redaktion: Laut Schätzungen werden im Jahr 2030 rund 400 000 Vollzeitpflegekräfte fehlen.) So luden der Sozialverband VdK Baden-Württemberg, der Paritätische Baden-Württemberg, der Landesfrauenrat und der Landesfamilienrat zu einer Landespressekonferenz (LPK) in den Stuttgarter Landtag ein und fanden auch die nötige Medienresonanz.

Im Rahmen dieser Konzerten Aktion Pflege begrüßten sie grundsätzlich die Aktion der Minister Heil, Giffey und Spahn riefen jedoch dazu auf, Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege nachhaltig zu verbessern, was jedoch nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen dürfe, die Anerkennungsverfahren von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen zu beschleunigen und wieder in die Investitionsförderung der Pflegeheime einzusteigen.

Der stellvertretende Landesvorsitzende Werner Raab erläuterte denn auch die Aktion des VdK Baden-Württemberg „Pflege macht arm!“. Und gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen auf dem Podium, appellierte Raab an Landesregierung und Landtagsfraktionen, den Pflegeheimbewohnern bei den Investitionskosten wieder entgegenzukommen wie dies bis 2010 bereits der Fall war.

Dabei hob der frühere CDU-Landtagsabgeordnete (MdL) hervor, dass das Land auf diese Weise die betroffenen Menschen und deren Angehörige sofort spürbar entlasten könne. „Diese Menschen werden zu Bittstellern gemacht – eine beschämende Situation, insbesondere am Lebensende und nach dem Arbeitsleben. Schnelle Entlastung ist deshalb das Gebot der Stunde.“ Außerdem stellte Landesvize Raab klar, dass dies nur ein erster Schritt sein solle.

In einem weiteren Schritt sei der Bundesgesetzgeber gefordert. Er müsse, so Werner Raab, eine Vollversicherung anpacken, um das Armutsrisiko bei Pflegebedürftigkeit zu bannen. „Denn, immer mehr Pflegebedürftige müssen Hilfe zur Pflege beantragen und ihre nächsten Angehörigen werden in Regress genommen“, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende die bedrückende Situation. Neben Raab sprachen noch die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Baden-Württemberg, Ursel Wolfgramm, die Vorsitzende des Landesfrauenrats, Charlotte Scheidewind-Hartnagel, und die Vorsitzende des Landesfamilienrats, Professor Christel Althaus, auf dem LPK-Podium im Bertha-Benz-Saal.

Die Landespressekonferenz moderierte die Journalistin Katja Korf von der Schwäbischen Zeitung.

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Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko. Der Sozialverband VdK fordert von der Landesregierung in Baden-Württemberg eine finanzielle Entlastung der Pflegeheimbewohner.

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Soll das Land die Investitionskosten für Pflegeheime übernehmen?


Pflege macht arm!

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© VdK BW

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