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Induktionsschleife beseitigt Barriere

Gutes Hören fördert Teilhabe

Zum barrierefreien Leben gehört auch das gute Hören. Denn ohne gutes Hören kann die Teilhabe sehr erschwert sein. Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen und Mitglieder der Selbsthilfegruppe „hört, hört“ diskutierten kürzlich in Malsch bei Ettlingen mit Experten über technische Lösungen. Dort sprach Diplom-Ingenieur Daniel Heinzler insbesondere über technische Lösungen in großen Räumen und Sälen. Er informierte über die sogenannten Induktionsschleifen und stellte alte und neue Technik vor. Auch der nordbadische VdK-Bezirksverbandsvorsitzende und Landesvize Werner Raab war beim Infoaustausch mit Betroffenen dabei. Da stellte sich wieder einmal heraus, dass es nach wie vor erhebliche Lücken bei der Ausstattung öffentlicher Räume mit Induktionsschleifen gibt. Ebenso lasse die Information über das Vorhandensein solcher Geräte oftmals zu wünschen übrig, bemängelten Teilnehmer. Dabei können eingebaute Induktionsschleifen den Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, eine erhebliche Entlastung durch einen störungsfreien Empfang von Audiosignalen ermöglichen. Daran müsse man auch denken, betonten Anwesende, denn „Barrierefreiheit bedeutet ja nicht nur „rollstuhlgerecht“.

Wie es anders gehen kann, schilderten Teilnehmer ebenfalls:

Ein Ausflug in die Kirche Maria Bickesheim in Durmersheim im vergangenen Sommer hatte der Ausflugsgruppe einen besonderen Hörgenuss beschert. Die dort in der Kirche eingebaute „Induktionsschleife“ hatte den anwesenden Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, eine erhebliche Entlastung durch einen störungsfreien Empfang von Audiosignalen ermöglicht. Leider ließen sich nicht alle Hörgeräte mit dieser Technik verbinden, gab Diplomingenieur Heinzler zu bedenken. Er lenkte den Blick auch auf das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) von 2002, wonach eine Benachteiligung von behinderten Menschen zu beseitigen ist. „Barrierefreiheit“ definiere sich durch bauliche Anlagen, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen, wenn sie für behinderte Menschen eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gewährleisteten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichten, hob Daniel Heinzler hervor. Der Anspruch der Menschen mit einer Hörbehinderung auf Erleichterung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei gesetzlich festgehalten. Und er müsse bei „zivilen Neu- und Umbauten“ umgesetzt werden, sagte Heinzler mit Nachdruck. Er plädierte für ein Nachrüsten durch beispielsweise mobile Induktionsschleifen. Das sei wünschenswert und könne eine Alternative bei Veranstaltungen sein. Werner Raab verwies auf die aktuelle VdK-Kampagne. Barrieren hätten, so Raab, viele Namen. Technik sei oft die Lösung, aber sie müsse auch eingesetzt werden, wenn sie vorhanden sei, bekräftigte der stellvertretende Landesvorsitzende.

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