12. September 2019
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„Pflege macht arm – Investitionskosten nicht länger den Heimbewohnern auferlegen!“

Rund 63 000 Unterschriften für VdK-Pflegeaktion 2019

VdK-Gesundheitstag 2019 am 14. September in Stuttgart

„Pflege macht arm!“. Diese bedrückende Situation vieler Pflegeheimbewohner und ihrer Angehörigen will der Sozialverband VdK Baden-Württemberg nicht länger hinnehmen. Im Wege seiner Pflege-Aktion 2019, die bislang von 63 000 Bürgerinnen und Bürgern durch ihre Unterschrift unterstützt wird, appelliert der VdK an Landesregierung und Landtagsfraktionen, wieder zur Förderung der Investitionskosten zurückzukehren.

Pflege macht arm! | © VdK


„Die Schaffung und Instandhaltung von stationären Pflegeeinrichtungen gehört zur Daseinsvorsorge!“, bekräftigt Roland Sing. Der VdK-Landesvorsitzende erinnert daran, dass das Land Baden-Württemberg die Investitionskosten bis ins Jahr 2010 gefördert habe.

Sing will auf dem VdK-Gesundheitstag 2019 am 14. September (10:00 bis 15:30 Uhr) in der Liederhalle Stuttgart, mit bereits 1300 Anmeldungen interessierter Menschen, diese Forderungen erneuern.

Denn: „Pflegebedürftigkeit wird in Baden-Württemberg zunehmend zum Armutsrisiko“. Angesichts eines Eigenanteils von im Schnitt 2100 Euro monatlich würden die Heimbewohner in die Sozialhilfe gezwungen – „eine entwürdigende Situation am Lebensabend!“ In der Entlastung bei den Investitionskosten durch das Land sieht der VdK einen ersten und schnell realisierbaren Schritt, um Sozialhilfe zu vermeiden. Schließlich sei, so Roland Sing, die gesetzliche Pflegeversicherung 1995 insbesondere mit diesem Ziel geschaffen worden.

Der VdK-Landeschef appelliert aber auch an die Bundesregierung, im Rahmen einer großen Pflegereform die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen wirksam zu begrenzen. „Ein Sozialstaat wie die Bundesrepublik Deutschland darf nicht zulassen, dass pflegebedürftige Menschen erst Rente, Haus und Erspartes verlieren und dann zum Sozialamt müssen!“

Der Sozialverband VdK gehört mit seinen bundesweit zwei Millionen Mitgliedern und 237 000 Mitgliedern im Südwesten zu den größten Sozialverbänden in Bund und Land. Er ist föderal strukturiert, parteipolitisch und konfessionell neutral. Als unabhängige Interessenvertretung von Rentnerinnen und Rentnern, Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen, Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie von Grundsicherungsempfängern setzt sich der VdK für die sozialen Belange dieser Menschen ein. Seinen Mitgliedern bietet er Sozialrechtsschutz und weitere Serviceleistungen.

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