27. März 2020
    Presse

    Sozialverband VdK fordert:
    „Privatversicherte an Mehrkosten für die Krankenhäuser wegen Covid-19 beteiligen!“

    Appell an die Solidarität aller Bevölkerungsgruppen

    Mit Entschiedenheit wendet sich der Sozialverband VdK Baden-Württemberg gegen Pläne des Gesetzgebers, die Covid-19-bedingten finanziellen Belastungen der Krankenhäuser wegen des notwendigen massiven Ausbaus der Intensivplätze primär den gesetzlich Versicherten aufzubürden.

    Nur wenn wir wirklich ALLE gemeinsam an einem Strang ziehen, kann diese Krise fair überwunden werden! | © Fotolia.de

    Krankenhäuser finanziell zu entlasten sei völlig richtig. Mit Blick auf den Entwurf des entsprechendes Gesetzes empört sich allerdings VdK-Landeschef Roland Sing: „Es kann nicht sein, dass die Privatversicherten wieder außen vor bleiben! Die vorgesehene Finanzierung der Intensivplätze alleine über den Gesundheitsfonds ist falsch und unsolidarisch!“ Dieser Fonds würde beim Ausbau der Kapazitäten mit bis zu 1,5 Milliarden Euro belastet. Die gesetzlich Krankenversicherten würden hier doppelt herangezogen. Schließlich seien sie beim Gesundheitsfonds und auch als Steuerzahler beteiligt, gibt Sing zu bedenken.
    Roland Sing ruft den Gesetzgeber eindringlich dazu auf, einerseits eine solidarische Beteiligung der Privatversicherten gesetzlich festzuschreiben und andererseits auch via Bund, Länder und Kommunen die B eihilfeberechtigten zu beteiligen. „Die Nichtbeteiligung an den Kosten der Infrastruktur muss ein Ende haben!“, fordert der Vorsitzende des größten Sozialverbands im Lande.
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    Der Sozialverband VdK gehört mit seinen bundesweit über zwei Millionen Mitgliedern und aktuell 240 000 Mitgliedern im Südwesten zu den größten Sozialverbänden in Bund und Land. Er ist föderal strukturiert, parteipolitisch und konfessionell neutral. Als unabhängige Interessenvertretung von Rentnerinnen und Rentnern, Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen, Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie von Grundsicherungsempfängern setzt sich der Vd K für die sozialen Belange dieser Menschen ein. Seinen Mitgliedern bietet er Sozialrechtsschutz und weitere Serviceleistungen.

    Pressekontakt

    Britta Bühler
    Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.
    Telefon: 0711 619 56-53
    E-Mail: b.buehler@vdk.de

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