13. Januar 2017
Presse

Bundesverdienstkreuz für Ehrenvorstand Adolf Nefzger

Jahrzehntelanger und vielfältiger Einsatz für das Gemeinwesen

Auch langer persönlicher Pflegeeinsatz

Jahrzehntelang setzte sich der langjährige VdK-Vorstandsmann Adolf Nefzger für das Gemeinwesen ein. Im Sozialverband VdK hatte Nefzger sowohl als Ortsverbands- als auch als Kreisvorsitzender Zeichen gesetzt und sein Fachwissen und Engagement auch dem Landes- und dem Bezirksverbandsvorstand zur Verfügung gestellt. Im Dezember durfte sich der mittlerweile 83-Jährige über das Bundesverdienstkreuz am Bande freuen. Im Auftrag des Bundespräsidenten Joachim Gauck zeichnete Staatssekretär Volker Schebesta den Ehrenkreisvorsitzenden von Emmendingen im Rahmen einer großen Feier mit 170 geladenen Gästen im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus aus. Dort sorgten das „Duo Legretto“ mit Wolfgang Schubart (Gitarre) und Thomas Kolfhaus (Flöte) sowie der Concordia-Männerchor unter der Leitung von Caroline Waldmann, in dem der Geehrte als aktiver Sänger mitwirkt, für die musikalische Umrahmung.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Markus Hollemann würdigte Staatssekretär Schebesta die Verdienste von Adolf Nefzger als vielseitig ehrenamtlich engagierter Mann. Schebesta erinnerte nicht nur an Nefzgers 46-jährige Berufsarbeit mit vielen verantwortungsvollen Tätigkeiten, an seine Verdienste als langjähriger Gemeinderat, Kreisrat, Gesamtelternbeiratsvorsitzender und nicht zuletzt als Vorsitzender des VdK auf Orts- und Kreisebene in Denzlingen beziehungsweise Emmendingen. Sowohl in der örtlichen CDU wie beim Sozialverband VdK habe er deren Mitgliederzahlen enorm erhöht. Allein in Denzlingen habe er die Zahl der VdK-Mitglieder von anfangs 124 auf 465 gesteigert, würdigte der Staatssekretär. Abschließend ließ er auch Nefzgers lange Pflegetätigkeit für seine letztes Jahr verstorbene Ehefrau Irmgard nicht unerwähnt.

Landrat Hanno Hurth zitierte in seinem Grußwort den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer mit den Worten „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat“. Heute sei ein solcher Tag der Gerechtigkeit. Nefzger habe sich stets in vorbildlicher Weise besonders für die Schwachen in der Gesellschaft eingesetzt und hier Maßstäbe gesetzt. Bürgermeister Hollemann betonte, dass Denzlingen als Gemeinde stolz sein dürfe, einen Mann wie Adolf Nefzger in den eigenen Reihen zu haben. Nachdrücklich hob er Nefzgers hohen Sachverstand, seine Sachkompetenz, sein Detailwissen und nicht zuletzt seinen Fleiß hervor.

Jubilar Adolf Nefzger und VdK-Landesvize und Festredner Uwe Würthenberger | © Timm

Im Namen des Sozialverbands VdK dankte der stellvertretende Landesvorsitzende Uwe Würthenberger dem früheren Kreis- und Ortsvorsitzenden, Landes- und Bezirksvorstandsmitglied für dessen unermüdlichen Einsatz für die Menschen. Dieses Engagement von Adolf Nefzger für den dem VdK anvertrauten Personenkreis sei stets vorbildlich und beispielgebend gewesen. Würthenberger nannte in diesem Zusammenhang auch die regelmäßigen VdK-Sprechtage im Denzlinger Rathaus – für viele oft „letzter Rettungsanker“. Vörstettens Altbürgermeister Karl Heinz Beck skizzierte Nefzgers vielfältige Aktivitäten, die weit in die Region gereicht hätten. Der Jubilar gehöre „zu einer Generation, in der häufig nicht die Fähigkeiten und Anlagen über den Bildungsweg entschieden haben, sondern die Herkunft und der Bildungsstand der Eltern“. Insbesondere in der Kriegs- und Nachkriegszeit habe er bereits als Jugendlicher für den Lebensunterhalt der Familie sorgen müssen. Dennoch habe der Sohn eines Landwirts die „über einen sehr beschwerlichen Weg angestrebten Ziele erreicht für die Familie und im Beruf“ und er habe sich mit seinem sozialen und politischen Engagement Ansehen in der Gemeinde und weit darüber hinaus erworben. Denzlingens VdK-Vorsitzende Elfriede Behnke betonte, dass sich alle Mitglieder mit ihm über diese Auszeichnung freuten. Menschen wie Nefzger, die eine Gesellschaft positiv prägen, gebe es leider viel zu wenig.

In seinem Dankeswort hob Adolf Nefzger hervor, dass für ihn die Ehrung weit mehr als eine Anerkennung seines persönlichen Wirkens sei. Er sehe sich vielmehr „geehrt, gleichsam stellvertretend für alle, die in den vergangenen Jahrzehnten mit dazu beigetragen haben, dass ich heute diese hohe Auszeichnung überreicht bekomme.“ Ein Ehrenamt mache zwar Arbeit und brauche Zeit, aber es bringe auch Freude. Er habe bei seinen zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten bewusst Verantwortung übernommen und Herausforderungen angenommen, betonte der Jubilar. Mit innerer Überzeugung habe er versucht, politische Ziele sozialverträglich umzusetzen. Dies sei mit Tatkraft und meist mit der ihm „nachgesagten Hartnäckigkeit“ geschehen. Heute sei er dankbar für die vielfältigen Begegnungen mit Menschen in ganz verschiedenen Lebenssituationen, die er bei seiner ehrenamtlichen Arbeit erlebt habe. Wenn er heute durch Denzlingen gehe, sehe er mit Freude, an wie vielen Projekten er habe mitgestalten dürfen. Er nannte hier beispielsweise das Schwimmbad, das Bildungszentrum, die Brückleackerschule und das Seniorenzentrum.

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