Presse

Sieben Jahrzehnte im Dienste der sozial betroffenen Menschen

Kreisverband Heilbronn beging sein 70er-Jubiläum mit tollem Programm

Viele Prominente feierten in Neckarsulmer Ballei mit

Viel Prominenz aus Politik, Verwaltung und VdK gab sich kürzlich in der Neckarsulmer Ballei ein Stelldichein. Dort feierte der Kreisverband Heilbronn als erster VdK-Kreisverband von Baden-Württemberg sein 70-jähriges Gründungsjubiläum mit einer Festveranstaltung mit rund 240 Mitgliedern aus 45 Heilbronner Ortsverbänden und Gästen. Zur großen Feier waren auch Landessozialministerin Katrin Altpeter (SPD), der Bundestagsabgeordnete Thomas Strobel (CDU), die Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und Bernhard Lasotta (beide CDU), Heilbronns Sozialbürgermeisterin Agnes Christner, Sozialamtsleiter Oswin Fuhr, der stellvertretende Oberbürgermeister von Neckarsulm, Roland Stammler, und Ittlingens Bürgermeister Achim Heck gekommen, darüber hinaus noch zahlreiche Vertreter von AOK, Diakonie, Kreisseniorenrat sowie von VdK-Kreisverbänden. Entgegen der sonst vielfach üblichen Praxis mit vielen Grußworten und Ansprachen hatten der Kreisvorsitzende Frank Stroh und sein Team für die Feier ein anderes Programm konzipiert, um an die historische Aufbauleistung der Heilbronner VdKler zu erinnern und zugleich die heutigen Aufgaben und Erfolge des zurzeit rund 6600 Mitglieder starken Kreisverbands darzustellen. So prägten unter anderem ein Filmbeitrag, eine musikalische Reise und eine Gesprächsrunde auf der Bühne das Programm.

Der Kreisverband Heilbronn hat in den letzten Jahren einen beispiellosen Aufschwung erzielt und viel öffentliche Präsenz gezeigt. Auch hat er mit einem flächendeckenden Netz von elf Beratungsstellen mit 30 ehrenamtlichen Lotsen viel dazu beigetragen, die Wege der Rat suchenden Menschen der Region zu verkürzen. Im Bereich der Wohnberatung engagiert man sich jetzt ebenfalls. In Kooperation mit der Handwerkskammer bietet man eine kostenlose Beratung zum barrierefreien Wohnen und zum technikgestützten Wohnen im Alter an und reagiert so auf die Herausforderungen des demografischen Wandels. In der Ballei wurde denn auch ein Video zum Auftakt der Feier präsentiert, das die Heilbronner VdK-Arbeit früher und heute zeigte. Da kam auch ein Mitglied der Anfangszeit zu Wort, das schilderte, wie ihm der VdK damals nach seiner Verwundung durch einen Granatsplitter geholfen hatte. Der Chor Open Doors, Sieger des SWR 4 Chorduells, präsentierte später eine musikalische Reise. Und im Foyer konnten sich die Teilnehmer die 70-jährige Heilbronner VdK-Geschichte anhand von sieben Bannern zu den sieben Verbandsjahrzehnten vergegenwärtigen.

In seiner Ansprache verwies Frank Stroh auf seine VdK-Recherchen im Archiv der Heilbronner Stimme. Und der Vorsitzende bekannte: „Eines ist mir dabei deutlich geworden, die Geschichte des Sozialverbands VdK ist ein permanentes Eintreten für die soziale Gerechtigkeit in diesem Land.“ Er erinnerte an den Einsatz für ein neues Versorgungsrecht für die Kriegshinterbliebenen im Jahre 1949, an die großen Kundgebungen im Februar 1959 in Heilbronn mit 3000 Teilnehmern, um für eine Verbesserung der Situation der Kriegerwitwen und Kriegswaisen einzutreten, aber er erinnerte auch an eine VdK-Kreiskonferenz im Jahre 1997. Da hatte der ehemalige Landtagsabgeordnete Hermann Mühlbeyer während seiner Gastrede die damals geplante Absenkung des Rentenniveaus von 69,9 auf 64 Prozent im Jahr 2030 verteidigt. „Heute würden wir in Freudentränen ausbrechen. Wir sind bei 50 Prozent“, sagte Frank Stroh in diesem Zusammenhang und fuhr fort: „Rente und Armut werden den VdK weiterhin beschäftigen.“

VdK-Vizepräsident Roland Sing erwies in seiner Ansprache auf die Millionenbeträge, die der VdK alljährlich für seine Mitglieder erstreitet. „Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen die Hälfte der Reha-Maßnahmen erst einmal ab. Davon die Hälfte wird dann aber doch bewilligt, sobald sich der VdK einschaltet.“ Sing bemängelte, dass Menschen oftmals Schwierigkeiten hätten, Informationen zur Pflege zu bekommen. Er mahnte deshalb die Schaffung weiterer Pflegestützpunkte im Lande an. Dies griff Landessozialministerin Katrin Altpeter auf und hob hervor, dass weitere Pflegestützpunkte auf dem Weg seien. Auch solle die Handhabung unterschiedlicher Wohnformen flexibler werden, um möglichst lange ambulante Betreuung zu ermöglichen. Die Ministerin kam auch auf die Inklusion zu sprechen und meinte: „Es geht aber nicht ohne das Engagement von Kommunen und Kreisen.“ Auch Bürgermeister Achim Heck sieht hier noch Nachholbedarf in seiner Gemeinde und betonte, dass die demografische Entwicklung Folgen auf lokaler Ebene – vom Einkaufen bis zur Ärzteversorgung – habe. Die Stadtquartiere in puncto Demografie weiterentwickeln will auch Heilbronns Sozialbürgermeisterin Agnes Christner. VdK-Landeschef Sing sieht beispielsweise bei den Haltestellen vieler Stadtbahnen noch Verbesserungsbedarf und er bekräftigte einmal mehr: „Viele sehen in der barrierefreien Gestaltung nur etwas für Alte und Behinderte. Aber es ist etwas Gesamtgesellschaftliches und betrifft auch den Fahrradfahrer und die Mutter mit Kinderwagen.“

VdK-Themen
Rentner mit Gehstock
Der Sozialverband VdK ist für Ältere ein kompetenter Ratgeber im Rentenrecht. Hier finden Sie hilfreiche Tipps und Informationen rund um die Themen Rente und Leben im Alter.
VdK-Themen
Junger Mann im Rollstuhl an seinem Arbeitsplatz
Wir treten für das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Hier finden Sie aktuelle Informationen und nützliche Tipps rund um die Themen Behinderung und Barrierefreiheit.
VdK-Themen
Demente Seniorin mit Sohn
Der Sozialverband VdK setzt sich für eine menschenwürdige Pflege ein, die die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Angehörigen sichert.
VdK-Themen
Krankengymnastik
Wir beraten unsere Mitglieder zum Thema gesetzliche Krankenversicherung. Hier finden Sie nützliche Informationen, unsere Forderungen sowie Positionen rund um das Thema Gesundheit.
VdK-Themen
Umgekipptes Glas mit Geldmünzen
Von Armut und sozialer Ausgrenzung sind besonders Kinder, Senioren, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose betroffen. Der VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.